UZH Magazin Ausgabe 1/2022

Sozialer Kitt – Was uns verbindet

Die Rede von der gespaltenen Gesellschaft war und ist in der Corona-Pandemie allgegenwärtig. Die aktuelle Ausgabe des UZH Magazins geht nun der Frage nach, was uns denn zusammenhält, worin der soziale Kitt besteht, der essenziell ist für unser Zusammenleben.

Kommunikation

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Ohne die anderen sind wir nichts. Wir leben in einem Netz von Beziehungen und Abhängigkeiten. Im Dossier fragen wir, was es für ein gelingendes Zusammenleben braucht und wie wir nach einem Streit wieder zusammenfinden. (Illustration: Yves Noyau)

 

Die Corona-Pandemie hat in den letzten zwei Jahren unser Leben verändert und in vielerlei Hinsicht auch beeinträchtigt. Dazu gehört, dass es zuweilen schwierig oder gar unmöglich war, sich zu treffen und sich persönlich auszutauschen. Wie wir wissen, hat das viele Beziehungen belastet. Die diversen Auseinandersetzungen, die durch die Pandemie ausgelöst wurden, haben die Gesellschaft gespalten und familiäre und freundschaftliche Beziehungen auf die Probe gestellt.

Dieser Spaltungsdiskurs war und ist allgegenwärtig. Im Dossier geht das aktuelle UZH Magazin nun der Frage nach, was uns denn zusammenhält, worin der soziale Kitt besteht, der essenziell ist für unser Zusammenleben. Zu Wort kommen Expertinnen und Experten der UZH aus den Sozialwissenschaften und der Psychologie, aber auch aus Anthropologie, Biologie und Chemie.

Zu den Lehren, die etwa der Politikwissenschaftler Daniel Kübler aus der Pandemiekrise zieht, gehört, dass die direkte Demokratie in der Schweiz den politischen Streit zulässt, ihn gleichzeitig aber auch dämpft. Deshalb werden die politischen Gräben nicht unüberbrückbar. Auf der individuellen Ebene ist der persönliche Kontakt, das ungezwungene Gespräch, ein potentes Gegengift, das hilft, Differenzen und Aggressionen abzubauen und zu überwinden.

«Wir brauchen echte Menschen und keine Avatare», sagt beispielsweise der Neuropsychologe Lutz Jäncke. Wenn wir uns gegenseitig in die Augen schauen, können wir enthemmten Hass verhindern, der sich zum Teil in den sozialen Medien rasant verbreitet.

Wissenschaft und universitäres Leben

Mit der aktuellen Ausgabe wandelt sich das UZH Magazin. Aus der Wissenschaftszeitschrift der Universität Zürich wird neu die Zeitschrift für Wissenschaft und universitäres Leben. Künftig beleuchtet das Heft neben spannenden Artikeln über die Forschung an der UZH in der neuen Rubrik «UZH Life» auch wichtige universitäre Themen. In der aktuellen Ausgabe geht es um die neue Universitätsbibliothek, die aus einer Fusion aller UZH-Bibliotheken entstanden ist. Sie wird auch künftig der Wissensspeicher der Universität Zürich sein – wobei neben Büchern die Aufbewahrung digitaler Informationen immer mehr zu den Kernaufgaben von modernen Bibliotheken gehört.

Neu sind auch zwei weitere Kurzrubriken in diesem Heft: «Uniding» und «Einstand». Diese wurden aus dem UZH Journal, der Campus-Zeitung der Universität Zürich, übernommen, die eingestellt wurde. Über die neuesten Entwicklungen an der UZH werden neben dem UZH Magazin künftig verstärkt der Online-Kanal UZH News und die beiden Newsletter UZH Inside und Weekly berichten. Neu lässt sich das UZH Magazin auf der Website auch als attraktives E-Paper abonnieren.

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