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Evolutionsbiologie

Cozzarelli Preis für Jordi Bascompte

UZH-Evolutionsbiologe Jordi Bascompte hat am Wochenende den Cozzarelli-Preis der National Academy of Sciences erhalten. Er wurde damit für seine Forschung zur Entstehung von eukaryotischen Zellen ausgezeichnet.
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Jordi Bascompte zeigt auf eine Wandtafel voll mit mathematischen Formeln.
Jordi Bascompte hat eine der wichtigsten evolutionären Entwicklungen mathematisch erklärt.

Mit dem Cozzarelli-Preis werden herausragende Beiträge in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) ausgezeichnet. Insbesondere würdigt der Preis «wissenschaftliche Exzellenz und Originalität». Der Beitrag «The Emergence of Eukaryotes as an Evolutionary Algorithmic Phase Transition» wurde aus über 3600 Artikeln ausgewählt, die 2025 in PNAS erschienen. Verliehen wurde er Bascompte und den Mit-Autoren Enrique M. Muro, Fernando J. Ballesteros und Bartolo Luque für das Gebiet der Biologie.

Rätsel der Evolution

Mit der Arbeit haben Bascompte und seine Kollegen Licht eines der grössten Rätsel der Evolution gebracht. Nämlich der Frage, wie mehrzellige Lebewesen überhaupt entstehen konnten. Das Paper zeigt anhand einer Analyse der Gene und Proteine von über 6500 Arten, dass die Entwicklung von prokaryotischen zu eukaryotischen Zellen einem mathematisch beschreibbaren Phasenübergang entspricht.

«In der Biologie tendieren wir dazu, in graduellen Prozessen zu denken», erklärt Bascompte. «Aber wir haben nichts dergleichen gefunden.» In einem der bedeutendsten Schritte der Evolution hätten sich die Zellen von einfachen Prokaryoten plötzlich zu voll ausgebildeten Eukaryoten entwickelt.

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