Impfkampagne

«Eine hohe Impfquote nützt allen»

Die UZH wirbt für das Impfen. Sie respektiert zugleich den persönlichen Entscheid ihrer Angehörigen, sich impfen zu lassen oder nicht. Rektor Michael Schaepman erklärt im Interview die Position der UZH.

Interview: David Werner

Michael Schaepman
«Es ist wichtig, dass möglichst viele Angehörige der UZH sich gegen COVID-19 impfen lassen», sagt UZH-Rektor Michael Schaepman. (Bild: Frank Brüderli)

 

Herr Schaepman, warum beteiligt sich die UZH an der Impfkampagne des BAG?

Michael Schaepman: Die UZH hat die Behörden von Beginn weg aktiv bei der Bekämpfung der Pandemie unterstützt. Die jetzt angelaufene Impfkampagne des BAG hat das Ziel, die Impfbereitschaft in der Bevölkerung zu erhöhen. Die UZH unterstützt diese Zielsetzung, denn je mehr Menschen sich so schnell wie möglich impfen lassen, desto schwieriger wird es für das Virus, sich zu verbreiten, und desto besser werden die Aussichten auf eine Überwindung der Pandemie. Eine hohe Impfquote nützt allen – ob sie nun selbst geimpft sind oder nicht. Deswegen ist es wichtig, dass möglichst viele Angehörige der UZH sich gegen COVID-19 impfen lassen. 

Wie verhält sich die UZH gegenüber Universitätsangehörigen, die sich nicht impfen lassen wollen?

Ob man sich impfen lässt oder nicht, ist letztlich eine persönliche Entscheidung. Die UZH respektiert die individuelle Entscheidung ihrer Angehörigen in diesem sensiblen Bereich.

In welcher Form werden die Lehrveranstaltungen im kommenden Herbstsemester stattfinden?

Die UZH plant, den Präsenzunterricht im Herbstsemester 2021 wieder weitgehend regulär, das heisst ohne massgebliche Kapazitätsbeschränkungen und Abstandsregelungen durchzuführen. Allerdings müssen wir auch auf kurzfristige Anpassungen der Rahmenbedingungen vorbereitet sein. Es ist nach wie vor nicht auszuschliessen, dass es zu ungünstigen epidemiologischen Entwicklungen, Verzögerungen bei der Impfkampagne oder dergleichen kommt.

Wird es neben dem Präsenzunterricht weiterhin Online-Lehrveranstaltungen geben?

Ja. Wo es sinnvoll ist, können und sollen Online-Formate von den Dozierenden weiterhin eingesetzt werden. 

Unter welchen Bedingungen kann man im Herbst wieder an die Universität kommen? 

Die Diskussion um die COVID-Zertifikate und Zutrittsbeschränkungen läuft aktuell mit offenem Ausgang. Die UZH setzt sich in dieser Diskussion dafür ein, dass es möglichst keine Zutrittsbeschränkungen und damit auch keine Kontrollen geben soll. Mitarbeitende und Studierende, die sich nicht impfen lassen wollen oder können, sollen möglichst keine Nachteile haben. Zugleich kümmern wir uns darum, dass vulnerable Personen geschützt bleiben.

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