Helmut Horten Stiftung

Heute an der Medizin von morgen arbeiten

Seit 50 Jahren fördert die Helmut Horten Stiftung medizinische Forschung, das wurde gefeiert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Projekt zur Präzisionsonkologie.

Marita Fuchs

50 Jahre Helmut Horten Stiftung, Jubiläumsfeier
50 Jahre Helmut Horten Stiftung, Jubiläumsfeier
Gratulierten der Horten Stiftung zum 50zigsten Bestehen (v.l.n.r.): Prof. Dr. Rudolf Aebersold, Stiftungsratsmitglied der Helmut Horten Stiftung, Alain Robert, Stiftungsratspräsident der Helmut Horten Stiftung, Prof. Dr. Beatrice Beck Schimmer, Direktorin Universitäre Medizin Zürich, UZH, Prof. Dr. Markus Manz, Direktor des Comprehensive Cancer Center Zurich. (Bild: Valeriano Di Domenico)

 

Zweck der vom deutschen Warenhaus-Pionier Helmut Horten 1971 gegründeten Stiftung ist die Förderung des Gesundheitswesens durch Zuwendungen an medizinische Forschungs- und Lehrinstitutionen. Neben anwendungsorientierter Forschungsförderung stehen Anschubfinanzierungen für junge Forschende von Doktorierenden bis zu Professorinnen und Professoren im Zentrum. So zum Beispiel UZH-Professor Björn Menze, er hat seit September 2020 eine Helmut Horten Stiftung Professur inne. Menze arbeitet im medizinischen Zentrum für translationale Forschung und Präzisionsmedizin – «The LOOP Zurich».

Nah am Patienten

«The LOOP Zurich» vereint biomedizinische Grundlagenforschung und Bioinformatik der UZH und der ETH mit der klinischen Forschung der vier universitären Spitäler. Ziel ist es, mit patientennaher Forschung, wissenschaftliche Erkenntnisse rasch in der Klinik anzuwenden.

Im Fokus von The LOOP Zurich steht die Präzisionsmedizin. Sie bildet die Basis, um neue, gezielte Behandlungen zu entwickeln. Mittlerweile konnten bei einigen Erkrankungen, die bis vor ein paar Jahren noch als unheilbar galten, Erfolge erzielt werden, insbesondere bei Krebs. «In Zürich können wir am Comprehensive Cancer Center Zurich und dem Tumor Profiler Cente durch den Einsatz der Präzisionsmedizin Tumore immer genauer charakterisieren – sogar bis auf Einzelzellebene», sagte Professorin Beatrice Beck Schimmer, Direktorin Universitäre Medizin Zürich, in ihrer Rede am Jubiläumsanlass.

Und das ist dringend notwendig, denn neueste Studien belegen, dass bis 2070 – im Vergleich zu 2020 – weltweit mit einer Verdoppelung der Krebserkrankungen zu rechnen ist. Das bedeutet 34 Millionen neue Krebsdiagnosen im Jahr 2070. Bereits jetzt ist Krebs in den meisten Ländern der Welt die erste oder zweithäufigste Ursache für einen vorzeitigen Tod.

Preisträger
Preisträger
Die Preisträger: v.l.n.r. Prof. Dr. Davide Rossi, Prof. Dr. Davide Robbiani, Prof. Dr. Thorsten Zenz, Dr. Markus Fellner, Alain Robert. (Bild: Valeriano Di Domenico)

Translationales und multidisziplinäres Jubiläumsprojekt

Ein Höhepunkt der Feier war die Preisverleihung des Helmut Horten Jubiläumsprojekts. Gräfin Goëss-Horten, die durch ihren persönlichen Berater, Markus Fellner, vertreten wurde, und Stiftungspräsident Alain Robert überreichten den Preis von 1 Mio. EURO für ein Forschungsprojekt im Bereich der Präzisionsmedizin an Professor Thorsten Zenz (UZH/USZ/The LOOP Zurich), Professor Davide Robbiani (IRB Bellinzona) und Professor Davide Rossi (IOR / EOC Bellinzona). «Es ist grossartig, dass das Helmut Horten Jubiläumsprojekt in Zusammenarbeit mit The LOOP Zurich durchgeführt wird», freute sich Beatrice Beck Schimmer.

Das translationale und multidisziplinäre Projekt trägt den Titel «Präzisionsonkologie bei Krebs des Immunsystems («seltene Lymphome»). Der Zusammenhang von Infektion, Entzündung und Lymphomen – Kausale und kurative Krebsbehandlungen entwickeln.» Es geht der Frage nach, wie Tumore des lymphatischen Systems durch das Immunsystem aber auch durch Viren und durch gängige Krebsmedikamente moduliert werden.

Marita Fuchs, Redaktorin UZH News

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