Die Rätsel des Alterns

Mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft erhalten Fragen und Probleme des Alterns grössere Bedeutung. Life Science Zurich, eine gemeinsame Initiative der Universität und der ETH Zürich, geht an der ersten Züricher Life Science Woche den Rätseln des Alterns auf den Grund.

Jakob Lindenmeyer

Unter dem Motto «Werde alt und bleibe jung» startet an Universität und ETH sowie im Hauptbahnhof eine Schwerpunkts-Woche zum Thema Altern. Dabei zeigen Zürcher Forscher aus verschiedenen Disziplinen, wie sie den Rätseln des Alterns nachspüren. Dazu gehört beispielsweise die Suche nach Präventions- und Therapie-Methoden gegen weit verbreitete Alterskrankheiten wie Parkinson, Alzheimer, Osteoporose oder Krebs. In Ausstellungen und Vorträgen sollen während einer Woche neue wissenschaftliche Erkenntnisse einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.

Die in der Haupthalle des Hauptbahnhofs experimentell eingesetzte statische Posturografie-Plattform dient während der nächsten drei Tage der Messung des menschlichen Gleichgewichts und des spontanen Schwankens. (Bild: zVg)

Den Auftakt bilden am Freitag um 14 Uhr die Vorträge der beiden Leiter von Universität und ETH, Hans Weder und Ernst Hafen, in der grossen Halle des Hauptbahnhofs. Am Freitag und Samstag findet dort eine interaktive Ausstellung zum Thema Altern statt. Als Highlight bietet die Ausstellung – laut den Organisatoren erstmals in der Schweiz - die Möglichkeit, sich direkt an zwei öffentlichen Experimenten zu beteiligen.

«Lebenslanges Lernen»

Im ersten Experiment wird unter dem Titel «Die schiefe Ebene» untersucht, wie stark der Gleichgewichtssinn durch das zunehmende Alter beeinträchtigt wird. Das Institut für Bewegungs- und Sportwissenschaften der ETH und die Rheumaklinik des Universitätsspitals haben dazu eine bewegliche Platte entwickelt, welche die Balance der Körperhaltung aufzeichnet. Dadurch erhalten die Forscher Hinweise auf die Körperkontrolle und die Gleichgewichtsfähigkeit.

«Hang loose» - der Kult-Gruss aus der jugendlichen Surfer-Szene als Symbol fürs Jungbleiben im Alter. (Bild: zVg)

Unter dem Motto «Lebenslanges Lernen» befasst sich das zweite Experiment unter der Leitung von Mike Martin, Professor für Gerontopsychologie am Psychologischen Institut der Universität Zürich mit der individuellen Lernfähigkeit in Abhängigkeit vom Lebensalter. Die Resultate beider Experimente werden am nächsten Donnerstag um 19 Uhr im AudiMax der ETH an der Abschlussveranstaltung präsentiert und diskutiert.

Angebote auch für die Jungen

Bis zum 18. Mai gibt es an Universität und ETH vor allem mittags, nachmittags und abends zahlreiche Podiumsdiskussionen, Vorträge und Praktika zum Thema Altern. Damit sich auch die Jüngeren übers Altern informieren können, bietet das Life Science Zurich Learning Center spezielle Praktikas für Schulklassen an. Und im Altersheim Klus steht während den dort stattfindenden Familienvorträgen sogar ein Kinderhütedienst zur Verfügung. Sämtliche Veranstaltungen sind kostenlos.

Das detaillierte Programm der Life Science Woche finden Sie unter www.lifescience-woche.ch.

Jakob Lindenmeyer ist Redaktor von ethlife

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