Ökonomen-Ranking

Ernst Fehr ist einflussreichster Ökonom im deutschsprachigen Raum

Nicht nur in der Schweiz, auch in Deutschland und Österreich steht UZH-Professor Ernst Fehr an der Spitze des «Ökonomen-Einfluss-Rankings». Die «NZZ» veröffentlichte das Ranking am Samstag gemeinsam mit der deutschen Zeitung «FAZ» und dem österreichischen Blatt «Die Presse». Zum ersten Mal führt ein Forscher die Rangliste in allen drei Ländern gleichzeitig an.

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Ernst Fehr
Ernst Fehr
Führt die Rangliste der am meisten beachteten Ökonomen an: UZH-Professor Ernst Fehr. (Bild: ZvG)

Bereits in den vergangen Jahren führte Ernst Fehr die Rangliste der einflussreichsten Ökonomen in der Schweiz an, nun nimmt er erstmals den Spitzenplatz im gesamten deutschsprachigen Raum ein. Damit löst er in Deutschland Hans-Werner Sinn und in Österreich Friedrich Schneider ab, welche im letzten Jahr die jeweiligen Ranglisten anführten.

Ernst Fehr ist Professor für Mikroökonomie und experimentelle Wirtschaftsforschung am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Zürich und Direktor des von der UBS gestifteten UBS International Center of Economics in Society, welches mit der Universität Zürich affiliiert ist. Professor Fehr gilt als einer der weltweit führenden Forscher in der Verhaltensökonomie. Durch die Kombination von ökonomischen, sozialpsychologischen, soziologischen, biologischen und neurowissenschaftlichen Erkenntnissen geht er dem menschlichen Sozialverhalten mittels experimentellen Methoden auf den Grund. Damit trifft er den Nerv der Zeit. Die wachsende Bedeutung der Verhaltensökonomie in unserer Gesellschaft wird von verschiedenen Seiten her betont, so etwa im kürzlich erschienen Bericht von Ernst & Young zu den künftigen Megatrends oder im 2014 erschienenen McKinsey-Report zu den künftigen Managementtrends.

Es ist aber nicht nur die Forschung an sich, welche Ernst Fehr auszeichnet. Sein Engagement im Bereich des Wissenstransfers ist beachtlich und schlägt sich ebenfalls im Einfluss-Ranking nieder. So bringt er an regelmässig stattfindenden öffentlichen Veranstaltungen wichtige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur mit Experten aus der Wissenschaft zusammen und setzt seine wissenschaftlichen Einsichten auch durch die Beratung von Unternehmen um.

Wie die Rangliste erstellt wurde

Die Ökonomen-Einfluss-Rankings werden in der Schweiz von der NZZ, in Deutschland von der FAZ und in Österreich von der Presse veröffentlicht. An der Konzeption und Durchführung der jährlichen Rankings sind verschiedene Institutionen aus Wissenschaft und der Medienbranche beteiligt, unter ihnen ECONWATCH und der Fachverlag Elsevier. Das Ranking bezieht neben der Forschungsleistung auch den Einfluss auf die Politik und die Präsenz in den Medien mit ein, um den Einfluss eines Ökonomen zu eruieren. 

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