ERC Starting Grants

Sieben Zürcher Forscher mit EU-Geldern belohnt

Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat zum vierten Mal die begehrten «ERC Starting Grants» vergeben. Sieben Wissenschaftler der ETH Zürich und der Universität Zürich kommen in den Genuss dieser Fördermittel. Insgesamt fliessen über zehn Millionen Euro nach Zürich.  

Franziska Schmid, Florian Meyer

Dieses Jahr fördert die EU rund 480 europäische Forschende aus den Sozialwissenschaften, den Life Sciences und aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften mit einem ERC Starting Grant. «Mit diesen Stipendien investiert der ERC sowohl in neue Projekte als auch in neue Talente», sagt die EU-Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn.

Beim «Starting Independent Researcher Grant», handelt es sich um ein Förderinstrument des Europäischen Forschungsrats (ERC), mit dem er Projekte von vielversprechenden Wissenschaftstalenten unterstützt und ihnen den Aufbau einer eigenen Forschungsgruppe ermöglicht. Insgesamt wird der ERC in den nächsten fünf Jahren 670 Millionen Euro ausschütten.

ERC-Milestones: Preisträger erzählen. 

Insgesamt zeichnete der ERC Forschende aus 38 Ländern aus. Die Empfänger sind im Schnitt 36 Jahre alt. Ein Viertel sind Frauen. Unter den Preisträgern befinden sich 22 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an einer Forschungsinstitution in der Schweiz arbeiten, wie aus der Liste des ERC hervorgeht.

Die Schweizer Grants verteilen sich auf die ETH Lausanne (6), die ETH Zürich (5) und die Universitäten Bern (4), Genf (2), Zürich (2), Basel (1) und Lausanne (1).

Die über zehn Millionen Euro, die in Rahmen der vierten Vergabe an die ETH und an die Universität Zürich fliessen, sind ein Qualitätsausweis für die Grundlagenforschung des Forschungsstandorts: Die sieben Zürcher Projekte werden mit 1,1 bis zu 1,7 Mio. Euro unterstützt. Die beiden Hochschulen halten sich damit auf dem hohen Niveau der letzten Jahre, wenn es darum geht, sich mit immer neuen Projekten um die begehrten EU-Fördermittel zu bewerben. Zum Vergleich: 2010 gingen insgesamt zehn, 2009 fünf ERC Starting Grants nach Zürich.

Das zweite Förderinstrument des ERC sind die «ERC Advanced Grants», mit denen etablierte Spitzenforscher ausgezeichnet werden. Diese vergibt der Europäische Forschungsrat jeweils am Ende des Jahres.

Von der UZH erhalten 2011 einen ERC Starting Grant:


Felix Kübler
, Professor am Institut für Banking und Finance für sein Projekt «Solving dynamic models: Theory and Applications» Florian Schiestl, Professor am Institut für Systematische Botanik für das Projekt «Evolution and consequences of floral signaling in plants»

Von der ETH Zürich erhalten 2011 einen ERC Starting Grant:


Philipp Werner
, SNF-Förderungsprofessor für theoretische Physik, für sein Projekt «DYNCORSYS-Real-time dynamics of correlated many-body systems» Yaakov Benenson, Assistenzprofessor für Synthetische Biologie, für sein Projekt «CellControl - Synthetic regulatory circuits for programmable control of cell physiology» Daniel Wolfram Gerlich, Dozent und Forschungsgruppenleiter am Departement Biologie, für sein Projekt «DIVIMAGE - Bridging spatial and temporal resolution gaps in the study of cell division» Ansgar Kahmen, Dozent am Institut für Agrarwissenschaften, für sein Projekt «COSIWAX - Compound Specific Hydrogen Isotope Analyses of Leaf Waxn-Alkanes as a Novel Tool to Assess Plant and Ecosystem Water Relations Across new Spatial and Temporal Scales» Joost VandenVondele, derzeit Forschungsgruppenleiter am Physikalisch Chemischen Institut der Universität Zürich, für sein – über die ETH eingereichtes -Projekt «DIAMOND - Discovery and Insight with Advanced Models Of Nanoscale

Franziska Schmid und Florian Meyer sind Redaktoren von ETH Life.

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