International Day

Hinaus in die Welt

Am Dienstag dieser Woche fand im Lichthof der Universität Zürich erstmals der «International Day» statt. Ziel der Veranstaltung ist es, die Studierenden auf die diversen Möglichkeiten eines Studienaufenthalts im Ausland aufmerksam zu machen. 

Thierry Bucher

Bereits um die Mittagszeit fanden sich zahlreiche Studierende an den eigens für diesen Anlass aufgestellten Ständen ein, um sich bezüglich geplanter Aufenthalte zu erkundigen oder auch einfach nur um eines der vielen Infoblätter zu ergattern.

Besonders gross war der Andrang beim Informationsstand der organisierenden Abteilung Internationale Beziehungen. Dort stellten sich Partneruniversitäten aus der ganzen Welt mittels Broschüren vor. Die Prospekte und Flugblätter waren nach Ländern unterteilt und reichten von Israel über Japan bis nach Estland.

Beliebte Angelsachsen

Die meisten der präsentierten Universitäten waren solche, die im Rahmen des von der EU lancierten ERASMUS-Austauschprogrammes mit der Universität Zürich in Verbindung stehen. Doch das Angebot reichte auch über Europa hinaus, denn es bestehen auch bilaterale Verträge mit aussereuropäischen Universitäten.

Die Qual der Wahl: Litauen oder London? (Bild: Thierry Bucher)

Mittlerweile decken die Aufenthaltsmöglichkeiten unseren gesamten Kontinent ab und auch Grossteile der restlichen Welt. Dennoch bekam man den Eindruck, die «traditionellen» Austausch-Destinationen seien weiterhin hoch im Kurs, während «exotischen» Universitäten eher mit Skepsis begegnet wurde; sämtliches Infomaterial zu England war jedenfalls nach kurzer Zeit vergriffen, während der Stapel der Universität Vilnius noch unberührt dalag.

Finanzierung im Internet recherchieren

Andrang im Lichthof an den Infoständen: Studieren im Ausland ist beliebt. (Bild: Thierry Bucher)

Für die Fragen allfälliger Interessenten standen Berater an den Informationsständen bereit, die über Austauschprogramme aber auch über eigene Erfahrungen als Austauschstudent berichten konnten. Häufig verwiesen die Verantwortlichen des Infostandes auf weiterführende Internetseiten, wenn es beispielsweise um die Finanzierung eines Auslandsemesters ging.

Etwas abseits des Hauptinfostandes befanden sich mehrere kleinere Stände: Unter anderem warben dort einzelne Fakultäten für Auslandsemester an Universitäten, mit denen Fachabkommen bestehen.

Sich rechtzeitig informieren

Dass dem Studieren im Ausland heutzutage immer weniger Schranken gesetzt sind und dass das Angebot schier grenzenlos zu sein scheint, ist sicherlich positiv zu bewerten und für die Studierenden ein grosses Privileg. Doch bei all den lockenden Angeboten darf nicht vergessen werden, dass die Entscheidung für ein Auslandstudium nicht leichtfertig getroffen werden sollte.

Eine genaue Überprüfung der Offerten und eine gute Vorbereitung mithilfe eines Studienfachberaters sind unerlässlich. Dies ging im Überangebot der regelrecht um Aufmerksamkeit buhlenden Universitäten etwas unter. Tatsächlich war es eine Wohltat, nach einigem Suchen in der Flut der leuchtenden Werbeflugblätter auf einen schlichten Leitfaden zu stossen, welcher kurz und bündig die für einen Studienaufenthalt im Ausland zu beachtenden Schritte erläutert.

Immer wieder zu hören war auch: «Informiert euch so früh wie nur möglich!»

Thierry Bucher studiert Jura an der UZH.

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