Töggeli-Turnier

Konzentriert, aber nicht verkrampft

Für einmal war im Lichthof der Universität Zürich Spielen statt Lernen und Schwatzen angesagt. Diese Woche organisierte der Akademische Sportverband Zürich zum zweiten Mal ein Töggeli-Turnier mit total 215 Partien. UZH-Reporter waren vor Ort und fieberten mit. 

Thierry Bucher und Julian Fuchs

Mit Snakeshots und Goalieparaden: Volle Konzentration beim Töggeliturnier im Lichthof. (Bild: Marita Fuchs)

Am Dienstagmorgen, zehn Uhr ging es los. Zu zweit konnte man sich als Team beim ASVZ-Stand einschreiben und bis abends neun Uhr Punkte sammeln.

Wer sich nicht registrieren lassen wollte, konnte sein Talent dennoch unter Beweis stellen. Viele forderten ihre Kollegen zwischen zwei Vorlesungen rasch zu einem Match heraus. Andere gingen ernsthaft auf Punktejagd. Total wurden während zwei Tagen 215 Partien gespielt. Eine besondere Attraktion: ein extra langer Töggelitisch für acht Spieler.

«Bratwürste» gegen «Chill dein Life»

Der «Center Court» befand sich leicht erhöht auf einem Podest, beleuchtet von vier Scheinwerfern. Auf einer Leinwand liess sich die Rangliste verfolgen.

Immer im Blick: die Rangliste. (Bild: Marita Fuchs)

Unter den 33 Teams gab es Mannschaften mit skurrilen Namen wie «Chill dein Life», «Bratwürste» oder «Team Minarett». Die Tische waren immer gut besetzt, doch hielt sich die Anzahl Schaulustiger in Grenzen. Trotzdem war die Stimmung unter den Teilnehmenden ausgelassen.

Man war konzentriert, aber nicht verkrampft. Wie im richtigen Fussball gingen die Emotionen hoch, wenn eine besonders gute Torchance vergeben wurde. Gelächter und Aufschreie wechselten sich ab.

Üben für den «Snake-Shot»

Am Ende einer Partie, die zwischen 5 und 10 Minuten dauerte, gaben sich Sieger und Verlierer die Hand. Das Resultat wurde auf Meldekarten eingeschrieben und an den Turniertisch gebracht.

Eine besondere Herausforderung: Töggeln am Achtertisch (Bild: Marita Fuchs)

Bevor die Spieler das nächste Spiel in Angriff nahmen, lockerten sie sich die Handgelenke und streckten sich. Oder sie übten alleine an einem Tisch, um ihren «Snake-Shot» zu perfektionieren – ein Schuss mit einer raschen Drehung des Daumens zwecks «Schneiden des Balls».

Eher selten wagte sich eine Frau an einen Tisch. Und auch die meisten Professoren machten einen grossen Bogen um die Töggeli-Kästen. Am Mittwoch pünktlich um 12 Uhr mittags ertönte der Anpfiff zur Endrunde mit acht Teams. Eine Kamera über dem «Center-Court» übertrug die live kommentierten Finalspiele für alle Zuschauer gut sichtbar auf die Leinwand.

Organisator Renato Maggi vom ASVZ: T-Shirts für die Gewinner. (Bild: Marita Fuchs)

Geschenksack, Brettspiel und ein T-Shirt

Im Final über zwei Partien standen sich «GSC» und der Favorit «Nand» gegenüber. «Nand» gewann das erste Spiel 5 zu 3. Im zweiten Match sah es lange Zeit gut aus für «GSC», bis sich «Nand» schliesslich dennoch durchsetzte.

Und die Preise? Beide Teams erhielten einen ASVZ-Geschenksack und ein Brettspiel überreicht. Für die beiden «Nand»-Spieler gab es zusätzlich ein rotes T-Shirt. Wer weiss, Vielleicht findet sich nächstes Jahr gar ein Sponsor für einen Pokal – wie bei den Grossen.

Thierry Bucher und Julian Fuchs, Töggelifans und Schüler des Gymnasiums Rämibühl

Kommentar schreiben

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Unberücksichtigt bleiben insbesondere anonyme, ehrverletzende, rassistische, sexistische, unsachliche oder themenfremde Kommentare sowie Beiträge mit Werbeinhalten.

Anzahl verbleibender Zeichen: 1000