Ausflug des Zürcher Kantonsrats an die UZH

Kantonsrat begeistert von Spitzenforschung

Der Zürcher Kantonsrat hat an seinem alljährlichen Ausflug den Standort Zürich Nord der Universität besucht. Und dort begeistert zur Kenntnis genommen, dass Zürich auch in der Forschung weltweit einen Spitzenplatz einnimmt.

Paula Lanfranconi

Der Standort Zürich Nord der Universität Zürich besteht aus Räumlichkeiten an der Andreasstrasse (im Bild) und an der Binzmühlestrasse. (Bild: Frank Brüderli)

Ziel des alljährlichen Ausflugs des Zürcher Kantonsrats ist jeweils der Geburtsort des amtierenden Ratspräsidenten. Diesmal war der Kreis 11 an der Reihe, denn die Wiege des aktuell «höchsten» Zürchers Hartmut Attenhofer (SP) stand in Seebach. Neun Destinationen hatte Attenhofer den Ratsmitgliedern angeboten, darunter das Sunrise-Hochhaus oder das Naherholungsgebiet Katzensee. Das Rennen machte mit klarem Abstand die Universität mit ihrem neuen Standort Zürich Nord, an der Andreasstrasse und der Binzmühlestrasse in Oerlikon.

Spitzenforschung an der Andreasstrasse

«Spitzenforschung in Zürich Nord», lautete das Thema, dem sich die 43 Parlamentarierinnen und Parlamentarier aller Parteien an jenem Septembernachmittag mit lebhaftem Interesse widmeten. Zuerst stand ein gut einstündiger Besuch am Institut für Informatik auf dem Programm, wo den Gästen der neuste Forschungsstand im Bereich der Künstlichen Intelligenz präsentiert wurde.

Dann ging es quasi zum Kerngeschäft der Gäste, ins «Kommunikations-CERN», wie sich der Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) auch bezeichnet. Die Kernenergie der sozialen Welt, erläuterte Professor Kurt Imhof die Analogie zum CERN, sei Aufmerksamkeit. Der Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft messe, wie diese Aufmerksamkeit entstehe und wie sie sich immer wieder neu gruppiere.

Forschung an der UZH: unter den zehn Besten

«Wir beobachten auch Sie», stellte Imhof den direkten Bezug zu den Gästen her, «wie Sie sich verändern als Politiker in einer medialisierten Welt, die immer stärker auf Personalisierung, Privatisierung und Skandalisierung setzt.» Um das Thema nachvollziehbarer zu machen, präsentierte Imhof eine Untersuchung des fög, welche aufzeigt, wie stark sich auch die Kantonsratswahlen seit den 60er-Jahren in Richtung Personalisierung verändert haben.

Insgesamt sei der kantonsrätliche Besuch für die Universität zu einem sehr erfolgreichen Event geworden, bilanzierte Kurt Imhof. Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier hätten begeistert zur Kenntnis genommen, dass Zürich nicht nur im Finanzbereich und in der Kultur weltweit einen Spitzenplatz einnehme, sondern auch in der Forschung. Denn immerhin sei die Universität Zürich eine der zehn besten Forschungsuniversitäten Europas.

Paula Lanfranconi ist Journalistin.

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