Plattform für Politikwissenschaftler

Pünktlich zu Semesterbeginn ist das neue «zoon politikon» zum Thema «Arabisch» erschienen. Das Magazin wird von Studierenden der Politikwissenschaft herausgegeben und erfreut sich so grosser Beliebtheit, dass die dritte Ausgabe ab Wintersemester auch an den Universitäten Bern und Genf verkauft wird. Hinter dem Projekt steckt ein engagiertes Team.

Marita Fuchs

Etwas Eigenes auf die Beine stellen wollten die Initianten des «zoon politikon». Die Zeitschrift für Studierende der Politikwissenschaft an der Universität Zürich wurde von Tamara Malenovic, Matthias Müller, Johanna Klaus und Maurus Immoos ins Leben gerufen. «zoon politikon» stiess sofort auf grosses Interesse: Die 700 Exemplare der ersten Ausgabe im Wintersemester 2005/06 waren im Nu vergriffen. An den Erfolg der ersten Ausgabe zum Thema «Separatismus» konnte die Ausgabe «Migration» anknüpfen. Die neueste Ausgabe des Magazins mit dem Schwerpunkt «Arabisch» hat eine Auflage von 1'500 Exemplaren.

Die Herausgeber von Zoon Politikon (v. l. n. r.) Matthias Müller, Johanna Klaus, Tamara Malenovic. (Bild: Michael Hilti )

Brennpunkt des Weltgeschehens

Das Magazin liefert keine schmale Kost zum schnellen Konsum. «zoon politikon» will kritisch und unabhängig sein. Die rund 80 Seiten Lesestoff beleuchten das Thema aus verschiedenen Sichtweisen. In der aktuellen Ausgabe nimmt Dr. Elham Manea mit «To be an Arab» persönlich Stellung zu ihrer Identität, während Arabisch-Studentin Monika Bolliger über ihr Volontariat auf der Schweizer Botschaft in Damaskus berichtet. Das Gespräch mit dem ehemaligen NZZ-Auslandkorrespondenten Arnold Hottinger zeigt: Zum Verständnis der Konflikte im Nahen und Mittleren Osten reicht eine theoretische Betrachtung allein nicht aus.

Die neueste Ausgabe des Magazins mit dem Schwerpunkt «Arabisch» hat eine Auflage von 1'500 Exemplaren. (Bild: zVg.)

Warum ist «zoon politikon» so erfolgreich? «Die Mischung macht es. Einerseits enthält die Zeitschrift Artikel, die man auch mal eben in der Vorlesung oder Mensa überfliegen kann. Andererseits aber auch fundierte Beiträge zum Thema und Informationen mit direktem Nutzwert für Studierende», sagt Matthias Müller.

Ein Semester Arbeit bis zum Druck

Die Autoren von «zoon politikon» sind vielfältig: Die Artikel schreiben Studierende und Dozierende des Fachs sowie verwandter sozialwissenschaftlicher Disziplinen. Viel Wert legen die Herausgeber auf die Qualität der Texte. «Wir veröffentlichen journalistische Beiträge, Seminararbeiten hingegen drucken wir keine ab», sagt die Politikstudentin Tamara Malenovic.

Trotz vieler Artikelofferten bleibt dem Redaktionsteam noch einiges an Arbeit: Neben Planung, Organisation und Verkauf während des Semesters investiert die elfköpfige Redaktion allein in den Ferien etwa vier Wochen unentgeltlich für Produktion und Korrektorat der Zeitschrift. Die Layouterin Johanna Klaus giesst am Schluss Text und Bild in Form.

Das Gründungsteam der Zeitschrift lässt viel journalistisches Know-How einfliessen. Tamara Malenovic und Matthias Müller schreiben neben dem Studium für das Tagblatt der Stadt Zürich und den Tages-Anzeiger, Johanna Klaus ist beim Winterthurer Landboten tätig.

Die Redaktion möchte sich in Zukunft mit Studierenden der Universitäten Genf und Bern vernetzen und ihnen im «zoon politikon» eine Plattform bieten. «Der Blick auf die Politikwissenschaften an anderen Universitäten kann sehr bereichernd sein», meinen die Jungreporter. Deshalb wird die Zeitschrift ab diesem Wintersemester auch in Bern und Genf verkauft.

«zoon politikon»kostet am Verkaufsstand 5 Franken: Mi, 25.10., Di, 31.10., Mo, 6.11.06, jeweils von 9 bis 16 Uhr im Haupteingang der Universität Zürich.Verkaufstellen: Studentenladen Zentrum, CIS-Bibliothek, Klio-Buchhandlung, Bibliothek IPZ, Bibliothek des Philosophischen Seminars. Exemplar à 6 Franken. Abonnement:abo@zoon-politikon.ch  

Marita Fuchs ist Redaktorin von unipublic

Kommentar schreiben

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Unberücksichtigt bleiben insbesondere anonyme, ehrverletzende, rassistische, sexistische, unsachliche oder themenfremde Kommentare sowie Beiträge mit Werbeinhalten.

Anzahl verbleibender Zeichen: 1000