Die Entfaltung der Knospe

Bioprodukte aus der Schweiz sind längst keine Nischenprodukte mehr, und der biologische Landbau ist mit elf Prozent Betriebsanteil hoch. Dies sollte sich positiv auf die Natur auswirken. Ob das so ist, soll am 18. Umweltforschungstag geklärt werden.

Marita Fuchs

Bio ist schick geworden: Der Umsatz mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln ist in den letzten zehn Jahren stetig angestiegen. Trotz höherer Preise und herrschender Absatzflaute setzt Coop allein in der Schweiz heute 600 Millionen Franken mit seinen Bioprodukten um. Das lässt vermuten, dass die Verbraucher beim Einkauf auf die sozialen und ökologischen Folgen achten, und es ihnen nicht gleichgültig ist, unter welchen Bedingungen Futtermittel hergestellt, Kakao geerntet, Fische gefangen und T-Shirts genäht werden.

Innerhalb Europas nimmt die Schweiz einen der Spitzenplätze in der Produktion und Vermarktung biologischer Waren ein. (Bild: Pixelquelle.de)

Mit der Nachfrage nach biologischen Produkten ist auch der Anteil an biologischen Landwirtschaftsbetrieben gestiegen. Allerdings stagniert dieser in der Schweiz seit dem Jahr 2006 mit elf Prozent Gesamtanteil auf hohem Niveau.

Das Institut für Umweltwissenschaften lädt am 13. Juni zum Umweltforschungstag ein, der sich ganz um das Thema biologische Landwirtschaft dreht. Die Entwicklung des Biolandbaus wird aus verschiedener Sicht beleuchtet. So kommen neben Experten des ökologischen Landbaus auch die Grossverteiler von Bioprodukten zu Wort. Vor allem soll geklärt werden, ob die biologische Landwirtschaft die Natur auch nachhaltig schützen kann.

Nicht zuletzt ist auch die Forschung gefragt. Wissenschaftliche Impulse sind vor allem auf dem Gebiet artgerechter Tierhaltung und Fütterung und beispielsweise in der ganzheitlichen Tiermedizin sowie des biologischen Pflanzenanbaus und -verarbeitung gefragt.

 

Marita Fuchs ist Redaktorin von unipublic.

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