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Collegium Helveticum

Die Rolle der Emotionen

Das Sommersemester des Collegium Helveticum, an dem die Universität Zürich seit letztem Oktober zur Hälfte beteiligt ist, bringt viele interessante öffentliche Veranstaltungen zu Themen, die (fast) alle bewegen: «die Rolle der Emotionen» und «Wissenschaft als Labor des Künftigen».
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Still aus dem Science-Fiction-Film «Solaris» von Andre Tarkovskij - Lieblings-Sci-Fi von Geschichtsprofessor Jakob Tanner.

Emotionen bilden einen wesentlichen Bestandteil des menschlichen Handelns und bei der Setzung sozialer Normen, schreibt das Collegium Helveticum in seinem Begleitschreiben zum Sommersemester-Programm. Von «Natur» aus durch und durch transdisziplinär, machen die Gefühle nirgendwo halt. Sie schleichen sich in sounterschiedlichen Disziplinen wie Chemie, Geschichte, Literatur, Medizin, Neurowissenschaften, Pharmazie, Theologie, Umwelt- und Wirtschaftswissenschaften ein – der Grund für dasCollegium Helveticum, die unterschiedlichen Forschungsstränge zusammenbringen zu wollen und unter ihnen «eine Kultur des sprachlichen Austausches zu entwickeln».

Angst und Scham und Chemie

In den Vorlesungen des Sommersemesters kommt in zwei von drei Referaten der psychologische Aspekt der Emotion zum Zug. So wird sich das Kompaktseminar von Prof. Arne Gron (Ethiker und Religionsphilosoph am Center for Subjectivity Research der Universität Kopenhagen) der «Angstanalyse» widmen (10./11. Juni); und eine Tagung in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für hermeneutische Anthropologie und Daseinsanalyse wird «Die Scham in Kulturanthropologie, Philosophie und Psychoanalyse» beleuchten. Ausserdem wird der Chemie-Nobelpreisträger des Jahres 1993, Kary B. Mullis, über «Science and Emotion» aus chemischer Sicht sprechen (22. Juni).

Sience-Fiction-Filmreihe

Ebenfalls nah an den Emotionen ist die Filmreihe im Filmpodium über Science-Fiction-Filme. Forscher der Universität Zürich und der ETH wählten ihren Lieblings-Sci-Fi aus und werden, umrahmt von Gästen, erklären, was sie an ihren Favoriten so fasziniert. Den Anfang macht der Literaturwissenschafter Fritz Gutbrodt, der «Frankenstein» aus dem Jahre 1931 ausgewählt hat (17. Mai). Gespannt sein darf man auch auf die Vorstellung des Historikers Jakob Tanner, der sich für «Solaris» von Andre Tarkovskij erwärmt (7. Juni).

Blick in die Zukunft

Etwas weniger gefühlsbestimmt, aber nichtsdestotrotz interessant ist die Reihe «Wissenschaft als Labor des Künftigen», die letztes Semester angelaufen ist und nun mit drei Events weitergeführt wird. Zur Diskussion kommen dabei die Themen «Wie fasst man etwas, was es noch nicht gibt?» (heute, 14. April, 19 Uhr), «Wie wirken sich Zukunftsszenarien auf die Gegenwart aus?» und «Wie veraltet wissenschaftliche Zukunft?».