Verpflegung

Preisanpassung in den Mensen der UZH

Die Menüpreise an der UZH sind seit über 15 Jahren unverändert und liegen heute im schweizweiten Vergleich einmalig tief. Um den heutigen Erwartungen an Nachhaltigkeit und Qualität gerecht zu werden, werden die Preise angepasst.

7 Kommentare

Mensa
Mensa am Standort UZH Zentrum. (Bild: ZFV)

 

Die Menüpreise in den Mensen und Cafeterien der UZH konnten seit langem gleichbleibend tief gehalten werden. Allerdings besteht auf diesem Preisniveau kaum noch Spielraum, um mit den gestiegenen Erwartungen an die Qualität der Lebensmittel mitzuhalten. Aus diesen Gründen hat die Universitätsleitung beschlossen, die Menüpreise in den Mensen und Cafeterien der UZH anzuheben.

Um die Interessen und Bedürfnisse universitätsinterner Anspruchsgruppen möglichst breit zu berücksichtigen, wurden zudem Vertreter und Vertreterinnen verschiedener Interessensgruppen, wie beispielsweise der Mensarat und die Mensakommission, sowie das Nachhaltigkeitsteam und der Verband der Studierenden VSUZH, in den Prozess miteinbezogen.

Folgende Anpassungen werden ab 1. September 2021 vorgenommen:

Gästegruppe Menü Vegi / Vegan Menü Fleisch
  bisher neu bisher neu
Studierende 5.40 5.80 5.40 6.90
Mitarbeitende 7.00 7.90 7.00 9.00
Externe 10.50 11.80 10.50 13.50

 

Verschiedene Gründe führten zur Anpassung:

Den Anforderungen der Gäste gerecht werden: Bei einer Gästeumfrage 2019 hat sich gezeigt, dass 80 Prozent der Befragten ein nachhaltigeres Angebot wünschen. Eine Mehrheit der Gäste spricht sich zudem dafür aus, dass das Vegi-Menü günstiger verkauft wird als das Fleischmenü. Des Weiteren ist das Bedürfnis nach veganem Angebot in den letzten Jahren stark angestiegen.

Nachhaltig handeln: Die Universität Zürich hat sich dazu verpflichtet, bis 2030 klimaneutral zu werden. Dazu können Mensen und Cafeterien der UZH einen wesentlichen Beitrag leisten. So belasten die vegetarischen Menüs die Umwelt im Durchschnitt weniger als halb so stark wie fleischhaltige Menüs, weshalb der Preis des Fleischmenüs stärker angehoben wurde als das Vegi-Menü. Gleichzeitig werden die Voraussetzungen für einen nachhaltigeren Einkauf – regional, saisonal, umweltgerechte Produktion – geschaffen, wodurch der CO2-Ausstoss in allen Menükategorien reduziert wird. Hinzu kommt, dass neu im Basisangebot auch ein veganes Menü auf demselben Preisniveau wie das vegetarische Menü angeboten wird. 

Nach wie vor günstig: Der Vergleich mit anderen Hochschulen zeigt, dass das Verpflegungsangebot an der UZH trotz der Preisanpassung weiterhin preiswert ist. Der Menüpreis für Mitarbeitende ist im Vergleich zum Menüpreis für Studierende etwas stärker angehoben worden. Dies vor dem Hintergrund, dass der aktuelle Mehrpreis der Mitarbeitenden gegenüber der Studierenden relativ gering ist und Mitarbeitende zudem einen Anspruch auf Lunch-Checks als Beitrag an die Verpflegung haben.

Die Nachhaltigkeitssteigerung betrifft ebenfalls das Nebenangebot, weshalb es auch da punktuell zu moderaten Preisanpassungen kommen kann. Der ZFV informiert zu gegebener Zeit.

Regelmässige Qualitätskontrolle

Die Betreiberin verpflichtet sich, dass sich das Angebot im Zuge der Preisanpassung in die vorgesehene Richtung entwickelt und eine Qualitäts- und Nachhaltigkeitssteigerung für unsere Gäste klar ersichtlich sein wird. So wird der ZFV dank der Preiserhöhung beispielsweise zukünftig in der Lage sein, Fleisch überwiegend aus artgerechter Haltung zu verwenden oder ausschliesslich Bio-Milch zu benutzen. Eine Qualitätsprüfung wird in regelmässigen Abständen vorgenommen.

Angesichts der hohen Lebenshaltungskosten in Zürich, sind für Studierende tiefe Mensapreise wichtig. Die Universitätsleitung stellt mit den neuen Menüpreisen sicher, dass die Preise, insbesondere auch für die Studierenden, tief bleiben und dass gleichzeitig den Anforderungen an Qualität und nachhaltigerem Angebot Rechnung getragen werden kann. 

Kommunikation

7 Leserkommentare

Christof Eichenberger schrieb am Zeitgemässe Anpassung Bin sehr erfreut über diese Entwicklung. Das ist ein guter Schritt in eine gute Richtung. Es dürfte von mir aus auch noch deutlich weiter gehen: z.B. Fleisch ausschliesslich aus innländischer Bioproduktion — zu entsprechenden höheren Preisen, versteht sich. Ein erster Schritt ist nun getan, das ist schon mal gut. Herzlichen Dank an die Verantwortlichen. Jetzt wäre es auch noch schön, wenn unsere Cafeteria am Botanischen Garten auch mal wieder aufmachen würde! Der Umbau ist längst fertig und "Geschlossen wegen Corona" zieht jetzt als Ausrede auch nicht mehr so richtig… Danke.
Diana Buechi schrieb am ‚überwiegend aus artgerechter Haltung‘ Ich begrüsse die Bemühungen der UZH um Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Ein Punkt allerdings passt so gar nicht dazu, nämlich, ‚Fleisch überwiegend aus artgerechter Haltung zu verwenden‘. Das bedeutet nichts anderes, als dass ein Teil aus nicht artgerechter Haltung stammt. Wie umweltgerecht und nachhaltig ist das? Warum unterstützt die UZH die nicht-artgerechte Tierhaltung? Vegatarismus und Veganismus sind ehrbare Versuche, das Klima zu schützen, doch der artgerechten Tierhaltung helfen sie nicht, ausser jeder Mensch auf der Welt würde vegan und die Tierhaltung würde überflüssig. Solang das nicht der Fall ist, (vermutlich solange es Menschen gibt), sollten wir unsere Verantwortung wahr nehmen und nicht-artgerechte Tierhaltung nicht weiter unterstützen.
Rebecca Leber schrieb am Endlich :) Es ist schön zu sehen, dass die Stimmung in den Umfragen wahrgenommen und umgesetzt wird. Guter Schritt in die richtige Richtung!
Léa Frachon schrieb am Great initiative Thank you very much for your initiative and considering survey results. It is great to encourage changes to reduce meat consumption.
Christina Seyler schrieb am Eine gute Sache Die Preise anzupassen, um die Qualität der Menus gewährleisten zu können, ist sehr sinnvoll. Die Differenz zwischen Fleischmenü und Vegimenü hätte aus meiner Sicht ruhig noch etwas grösser ausfallen können.
Lucien Kelbert schrieb am Finde ich sinnvoll Super Sache, finde ich sinnvoll. Zudem sind die Preise immer noch top, wenn man das Angebot anschaut! Ein sehr mutiger Schritt, das Vegi-Menu günstiger zu machen als das Fleisch-Menu, was aber der richtige nachhaltige Schritt ist.
Franz Huber schrieb am Begrüssenswerte Entwicklung Im Sinne der Nachhaltigkeit eine sehr begrüssenswerte Entwicklung mit ausgewogener Umsetzung!

Kommentar schreiben

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Unberücksichtigt bleiben insbesondere anonyme, ehrverletzende, rassistische, sexistische, unsachliche oder themenfremde Kommentare sowie Beiträge mit Werbeinhalten.

Anzahl verbleibender Zeichen: 1000