Neues Journal

Weniger fliegen, mehr teilen

Die Universität will ihre flugbedingten Treibhausgas-Emissionen reduzieren und macht damit einen grossen Schritt Richtung Klimaneutralität. Bereits im nächsten Jahr sollen die Emmissionen durch Flugreisen auf maximal 60 Prozent im Vergleich zur Zeit vor Corona gesenkt werden.

UZH Kommunikation1 Kommentar

fluggraphik
Make science, not miles: Alle Fakultäten der UZH müssen ihre flugbedingten Treibhausgas-Emissionen kontinuierlich senken. (Illustration: Melanie Lindner)

 

Die grösste Schweizer Hochschule hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 Klimaneutralität zu erreichen. Auf dem Weg zu diesem Ziel sind Reduktionen des Flugverkehrs besonders wichtig, denn mit rund 35 Prozent machten Flugreisen vor der Pandemie den grössten Anteil an Treibhausgas-Emmissionen aus. Bereits im nächsten Jahr sollen die Emmissionen im Vergleich mit 2019 – der vor Corona-Zeit - um 40 Prozent gesenkt werden. Danach sollen die Emmissionen kontinuierlich weiter reduziert werden. «Künftig wird es um das Teilen von Flugmeilen gehen», sagt Soziologin Katja Rost – zum Beispiel indem Professorinnen und Professoren zugunsten von Doktorierenden auf eine Konferenz in Übersee verzichten, weil es für die Karriere des akademischen Nachwuchses wichtiger ist, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen, als für arrivierte Forschende.

Thema Open Science:

Im grossen Interview diskutieren Elisabeth Stark, Vizerektorin Forschung, und die beiden Oberassistentinnen Izaskun Mallona (Institut für Quantitative Biomedizin) und Anne M. Schneuwly (Lehrstuhl für Handels- und Wirtschaftsrecht), die Open Science Policy, die im Herbst 2021 von der Universitätsleitung verabschiedet wurde. Die neuen Richtlinien bringen Transparenz und Qualität, bedingen aber auch vielfältige Anpassungen der Forschungsprozesse.

Weitere Themen im letzten Journal:

  • Eine Bilanz des Forschungskredits, der vor 20 Jahren ins Leben gerufen wurde;
  • wie das Berufungsverfahren von Professorinnen und Professoren mit strukturierten Interviews optimiert werden kann;
  • wie das Team der archäologischen Sammlung die Sanierung des Museumsgebäudes bewältigte;
  • wieso sich Staatsrechtler Felix Uhlmann nebst der Juristerei auch mit Kunst und Schach beschäftigt;
  • wie Denise Schmid, Co-Präsidentin von UZH Alumni, zur glücklichen Verlegerin wurde;
  • wieso mit dieser Ausgabe eine 50-jährige Tradition endet.

 

1 Leserkommentar

Kurt Reimann schrieb am UZH Journal goodbye! Leserinnen und Leser, die gerne die interessant geschriebene und schön gestaltete Campus-Zeitung in die Hand nahmen, sind zur Quantité négligeable geworden. Klar, auf digitalen Kanälen lassen sich Nachrichten schneller, billiger und in grösserer Menge verbreiten, aber mit dem Risiko, dass sie in der allseitigen permanenten Berieselung nur oberflächlich oder gar nicht wahrgenommen werden. Gedruckte Periodika vermitteln Gediegenheit und erzielen Aufmerksamkeit in einer Qualität, welche digitale Medien kaum bieten können. Zweifellos haben sich die zuständigen Instanzen die Einstellung des «UZH Journal» gut überlegt. Interessant ist jedoch, dass sich die ETH mit «life» weiterhin den Luxus eines gedruckten Magazins für ihre Community leistet, sogar in zwei Sprachen. Eine lieb gewordene Lektürequelle ist versiegt. Denen, die sie über Jahre mit Engagement, Kreativität und Sorgfalt gespeist haben, gebührt Anerkennung und ein herzliches Dankeschön!

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