UZH Magazin

Die nächste Generation

Sie sind jung, engagiert und machen vielversprechende Forschung. Das Dossier des neuen UZH Magazins stellt sechs UZH-Forschende vor, die dabei sind, wissenschaftliche Karriere zu machen. In den Beiträgen erzählen sie von ihrer Arbeit, ihren Zielen und vom Geheimnis ihres Erfolgs.

Thomas Gull, Roger Nickl

Stefan Dudli
Bühne frei für Nachwuchsforschende: Biochemiker Stefan Dudli will mit einer neu entwickelten Stammzellen-Therapie Rückenschmerzen zum Verschwinden bringen. (Bild: Dan Cermak)

 

Tommaso Patriarchi bringt mit Neurosensoren das Hirn zum Leuchten und eröffnet so ganz neue Perspektiven für die Hirnforschung. Sarah Ebling entwickelt intelligente Sprachtechnologie, die es Menschen mit Behinderung leichter macht, digital zu kommunizieren. Raphaèle Preisinger erforscht, wie in der Frühen Neuzeit die Menschen rund um den Globus mit sakraler Kunst um Anerkennung kämpften. Stefan Dudli nutzt Stammzellen, um auf innovative Weise Rückenschmerzen zu therapieren. Ana Guerreiro Stücklin analysiert Hirntumoren bei Kindern, um sie gezielter zu bekämpfen. Onicio Leal hat bereits eine Firma gegründet und will mit Hilfe digitaler Technologie Kindern in Malawi helfen, gesünder aufzuwachsen. 

Im Dossier des neuen UZH Magazins zum Thema «Die nächste Generation. Was junge Forschende antreibt» werden sechs vielversprechende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vorgestellt, die stellvertretend für die nächste Generation der UZH-Forschung stehen: Was motiviert sie? Was braucht es für erfolgreiche Forschung und eine gelingende Karriere? Wie werden sie gefördert und wo sind die Hürden auf dem Weg nach oben? Alle sechs haben bereits ein schönes Stück auf der Karriereleiter zurückgelegt und erfolgreich Forschunsgelder eingeworben, eine Firma gegründet oder eine Assistenz- oder Förderungsprofessur erhalten. Im UZH Magazin sprechen sie über die Geheimnisse ihres Erfolgs.

Wie sich zeigt, braucht es dazu einerseits individuelle Fähigkeiten wie Leidenschaft, Enthusiasmus, Ausdauer, Mut, Geduld, Originalität oder Resilienz. Vor allem aber den Glauben an die eigenen Fähigkeiten und die eigenen Ideen und Projekte. Alle zeichnet aus, dass sie schon früh für ihre Forschung eigene Mittel einwerben konnten. Eigenständig forschen und die eigenen Ideen umsetzen zu können, ist eine zentrale Voraussetzung für eine akademische Karriere. 

Ideen-Wettbewerb ankurbeln

Neben guten Ideen und Biss braucht es das richtige Umfeld und gezielte Förderung. Diese ist vielfältig: Einerseits unterstützen grosse Förderinstitutionen wie der Schweizerische Nationalfonds und der European Research Council der EU junge Forschende, andererseits investiert die UZH viel in die Nachwuchsförderung. So wurde die Universitäre Forschungsförderung (UFO) vor kurzem neu organisiert. Davon sollen vor allem Doktorierende und Postdocs profitieren. «Wir möchten den Wettbewerb um gute Projektideen ankurbeln», sagt Rektor Michael Schaepman im Interview. 

Neben der UFO gibt es an der Universität Zürich weitere Programme und Institutionen, die sich in der Nachwuchsförderung engagieren wie die Digital Society Initiative, der Graduate Campus, der Innovation Hub, die UZH Foundation und der Fonds zur Förderung des akademischen Nachwuchses (FAN). Sie alle schaffen den Boden, auf dem neue wissenschaftliche Ideen und Projekte gedeihen können, die Wissenschaft und Gesellschaft weiterbringen. 

Weiter Themen im neuen UZH Magazin: Ein Lob auf das Geniessen: Hedonismus ist in unserer Leistungsgesellschaft schnell verdächtig. Doch die Forschung der Psychologin Katharina Bernecker zeigt, dass uns geniessen im richtigen Moment und ohne schlechtes Gewissen guttut und dem Erreichen längerfristiger Ziele nicht im Weg steht. – Corona hält uns auf Trab. Im Interview berichten der Infektiologe Huldrych Günthard, der selbst Corona-Patienten behandelt, und der Biostatistiker Leonhard Held über ihren Forschungsalltag in Zeiten der Pandemie und sie diskutieren, wie man gute Corona-Studien von fragwürdigen unterscheidet. 

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