Vernehmlassung zum Vorprojekt «UZH Bibliothek der Zukunft»

Etappenziel erreicht

Das Vorprojekt zur UZH-Bibliothek der Zukunft hat eine weitere Wegmarke erreicht: Nach Datenerhebung, Formulierung strategischer Leitlinien und Entwicklung von Lösungskonzepten geht der Konzeptbericht nun in die Vernehmlassung.

Kommunikation2 Kommentare

Bibliothek
Bibliothek
Stellungnahmen zu verschiedenen Themenkomplexen des Vorprojekts «UZH Bibliothek der Zukunft» sind erwünscht.

 

Die Universitätsleitung hat sich im Juli 2017 für die Einrichtung einer Universitätsbibliothek Zürich ausgesprochen, die alle bestehenden Bibliotheken unter einem Dach vereint. Zur Zeit hat die Universität Zürich 39 bibliothekarische Organisationseinheiten, die 44 Standorte betreuen, hinzu kommen einige Magazine. Neben der Hauptbibliothek gibt es Fakultätsbibliotheken und Institutsbibliotheken. Sie sind den jeweiligen Fakultäten oder Instituten unterstellt und organisatorisch unabhängig.

«Diese Gemengelage entspricht nicht den Anforderungen an eine moderne Universitätsbibliothek, da sie den Herausforderungen der Zukunft angesichts von Digitalisierung, Open Science und Datenmanagement nicht gerecht wird», sagt Prorektor Christian Schwarzenegger, der als Mitglied der Universitätsleitung das Projekt verantwortet. Schlüsselfaktoren für die Zukunft seien eine zentrale Infrastruktur, ein klar definierter Leistungskatalog sowie ein gutes Standortkonzept. Nur so könne das Bibliotheksangebot einer Universität den wachsenden Bedürfnissen von Studierenden und anderen Benutzerinnen und Benutzern entgegenkommen.

Meilenstein des Vorprojekts: Die Vernehmlassung

Deshalb arbeitet die UZH mit dem Projekt «UZH Bibliothek der Zukunft» an einer Entwicklungsstrategie, die alle Bibliotheken der UZH berücksichtigt. Im Vorprojekt – es ist bis Anfang 2020 terminiert – wird der Rahmen für die zukünftige Universitätsbibliothek gespannt. Im eigentlichen Hauptprojekt – ab 2020 – erarbeiten die Projektverantwortlichen Fachkonzepte, regeln die Zusammenarbeit mit der ZB und planen die Umsetzung. 

Im Steuerungsausschuss sind Mitglieder des Kantons Zürich, der Universitätsleitung, der Fakultäten, der ZB und der HBZ vertreten. In einem ersten Schritt wurden im Juli 2017 Daten erhoben und Studierende und Mitarbeitende befragt. Im November 2017 wurden strategische Leitlinien erarbeitet, im Januar 2018 Lösungskonzepte für die zukünftigen Dienstleistungen, Standorte und die Organisation formuliert. Dieses Konzept geht nun in die Vernehmlassung.

Mitdenken erwünscht

Damit sind das Hochschulamt des Kantons Zürich, die Dekaninnen und Dekane der UZH, die Ständevertretungen, die verantwortlichen Mitarbeiter der Hauptbibliothek und der Zentralbibliothek bis Ende November 2018 aufgefordert, zum Bericht Stellung zu nehmen. «Mit der Vernehmlassung haben wir einen Meilenstein erreicht», sagt Prorektor Christian Schwarzenegger. «Sie ist ein weiterer Schritt, weil er wichtige Akteure miteinbezieht. Ihre Rückmeldungen fliessen direkt in unsere weitere Planung ein.»

Konkret sind Stellungnahmen zu verschiedenen Themenkomplexen erwünscht: So etwa zu Dienstleistungen, Organisation, Standorten und der Mitwirkung von Forschenden, Dozierenden, Studierenden, Bibliotheksmitarbeitenden und Fakultäten.

Die Stellungnahmen sollen bis Ende November 2018 eingereicht werden. Im April 2019 sollen dann richtungsweisende Entscheide getroffen werden.

2 Leserkommentare

Christian Schwarzenegger schrieb am Zur Klärung Liebe Frau Jörgens, ihr Kommentar bezieht sich auf die Textstelle: «In einem ersten Schritt wurden im Juli 2017 Daten erhoben und Studierende und Mitarbeitende befragt.» Zur Klärung folgendes: Mit Datenerhebung ist nicht die Umfrage bei Studierenden und Mitarbeitenden gemeint, sondern das Sammeln von Daten wie Fläche, Anzahl Bände, Personalbestand und Kosten aller UZH Bibliotheken. Bei der Benutzerumfrage waren alle Mitarbeitenden und Studierenden der UZH eingeladen, sich zum zukünftigen Angebot der zukünftigen Bibliotheken zu äussern. Wir finden es sehr bedauerlich, dass sich nur so wenige Personen Zeit genommen haben, den Fragebogen auszufüllen. Weil die Umfrage nicht repräsentativ war, sind die Resultate auch nur als Hinweise in die Vernehmlassungsvorlage eingeflossen. Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Meinung auch im Rahmen der Vernehmlassung einfliessen lassen. Mit freundlichen Grüssen, Christian Schwarzenegger, Prorektor Professuren und Wissenschaftliche Information
Alina Jörgens schrieb am "Datenerhebung" ist optimistisch Ist die Bezeichnung "Datenerhebung" tatsächlich realistisch, wenn nicht einmal 5% der Studierenden berücksichtigt wurden und die Umfrage krass am Thema vorbeiging?

Kommentar schreiben

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Unberücksichtigt bleiben insbesondere anonyme, ehrverletzende, rassistische, sexistische, unsachliche oder themenfremde Kommentare sowie Beiträge mit Werbeinhalten.

Anzahl verbleibender Zeichen: 1000