Mediengespräch

Brücken bauen

An einem Mediengespräch blickte UZH-Rektor Michael Hengartner auf das vergangene Jahr und die aktuellen Herausforderungen der UZH.

Adrian Ritter

Michael Hengartner
UZH-Rektor Michael Hengartner (links) beim Mediengespräch. (Bild: Fabio Schönholzer)

«2016 war ein ereignisreiches, aber gutes Jahr für die Universität Zürich und die Hochschullandschaft Schweiz», resümierte UZH-Rektor Michael Hengartner beim heutigen Mediengespräch: Die Schweizer Hochschulen können dank der Ratifizierung des Kroatien-Protokolls wieder uneingeschränkt am Forschungsförderungsprogramm «Horizon 2020» der Europäischen Union teilnehmen. Zudem haben National- und Ständerat die Finanzvorlagen im Zusammenhang mit der Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2017–2020 verabschiedet und den hohen Stellenwert dieses Bereiches für die Schweiz anerkannt.

Die Universität Zürich sei im vergangenen Jahr weiter gewachsen, etwa was die Zahl der Doktorierenden anbelangt, sagte Michael Hengartner. Auch wenn nur zehn Prozent der Doktorierenden Professorin oder Professor werden: Im Doktorat könnten sie sich Fähigkeiten aneignen, um Führungsaufgaben auch ausserhalb der Universität zu übernehmen.

Transparenz schaffen

Die UZH hat die Interessenbindungen ihrer Professorinnen und Professoren in einem Register öffentlich einsehbar gemacht. Damit habe die UZH Transparenz geschaffen über solche Tätigkeiten etwa in Führungs- und Aufsichtsgremien oder Kommissionen, sagte Hengartner. Das Register enthalte diejenigen Tätigkeiten, die der Kantonsrat vorgeschrieben und auch die dazu nötige gesetzliche Grundlage zur Veröffentlichung der personenbezogenen Daten geschaffen habe. Solche Engagements seien positiv zu bewerten, indem durch sie das Wissen der UZH nach aussen getragen und Brücken in die Gesellschaft gebaut würden, sagte Hengartner.

Zusätzlich präsentierte der UZH-Rektor am Mediengespräch eine Liste der derzeit 27 Stiftungsprofessuren an der UZH. Diese Informationen seien schon bisher im Vorlesungsverzeichnis zu finden gewesen und würden auch bei Berufungen veröffentlicht. Die UZH hat gemäss der Fundraising-Verordnung strikte Kriterien bei der Einrichtung neuer Stiftungsprofessuren: Die Freiheit von Lehre und Forschung müsse gewährleistet sein, die Reputation der UZH dürfe nicht leiden, Die Professur müssen den strategischen Zielen der UZH entsprechen und die Verträge würden grundsätzlich offengelegt. «Ich bin stolz auf jede Stiftungsprofessur, die Liste darf gerne noch länger werden», sagte Hengartner.

Medizin stärken

Ein weiteres Thema des Mediengesprächs war die Stärkung der Medizin an der UZH. Die Zahl der Studierenden in der Humanmedizin soll im laufenden Jahr um 72 auf 372 Bachelorstudierende und um 65 auf 365 Masterstudierende steigen. Gestärkt wird die Medizin auch strukturell. Per August 2017 wird das bisherige Prorektorat Medizin und Naturwissenschaften aufgeteilt in ein Prorektorat Medizin und ein Prorektorat Veterinärmedizin und Naturwissenschaften. Das Prorektorat Medizin ist als Zwischenschritt zu der vom Kantonsrat beschlossenen Lösung zu verstehen: Vermutlich per 2018 wird die Stelle eines Direktors/einer Direktorin Universitäre Medizin Zürich UMZH geschaffen. Diese Person wird auch Mitglied der Universitätsleitung sein.

Adrian Ritter ist Redaktor von UZH News.

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