Lange Nacht der Museen

Vergnügliche Reise durch die Nacht

Auch in diesem Jahr beteiligen sich die Museen der Universität Zürich an der Langen Nacht der Museen. Sie bieten den nächtlichen Besuchern ein vielfältiges Programm für Jung und Alt. 

Marita Fuchs

Für die lange Nacht der Museen sollte man gut zu Fuss sein. Diese Füsse gehören zu einer lebensgrossen männlichen Statue aus der römischen Kaiserzeit, zu sehen sind sie derzeit in der Archäologischen Sammlung der UZH. (Bild: AVENTICUM, Site et Musées romains d'Avenches)

In der Archäologischen Sammlung können Besucherinnen und Besucher an einer Führung durch die neue Sonderausstellung «Göttlich menschlich – Römische Bronzen aus der Schweiz» teilnehmen. Die Ausstellung versammelt die bedeutendsten und schönsten Bronzestatuetten und Teile von grossformatigen Bronzestatuen der römischen Zeit aus der ganzen Schweiz.

Kleine und grosse Kinder können in Begleitung von Legionären der «Legio X Gaudax Montana Thesauraria» in die Welt des romanisierten Helvetien eintauchen und erleben hautnah den Alltag echter Legionäre in der Schweiz. Besonders spektakulär wird es, wenn die römischen Legionäre der «Legio X Gaudax Montana Thesauraria» sich zur «Schildkröte» formieren und ihre Waffentechnik präsentieren.

Der Botanische Garten setzt mit seinem Programm auf kulinarische Genüsse. Passend zur Diversität im Botanischen Garten werden Besucherinnen und Besucher mit Köstlichkeiten wie Kashmir Curry, Harira-Suppe, frischgepressten Fruchtsäften und exotischem Mango Lassi verwöhnt. In kurzweiligen Vorträgen kann man Spannendes zum Anbau und Kurioses zur Kulturgeschichte tropischer Früchte erfahren. Untermalt wird der Abend mit Reggae-Klängen.

Feuer fangen

Im Medizinhistorischen Museum kann man einen Dokumentarfilm zur Geschichte des Aids-Aktivismus in den USA ansehen. Mit seltenem Archivmaterial und ausführlichen Interviews stellt der Film die Chronik einer Bewegung bereit, die die öffentliche Wahrnehmung von Aids nicht nur in den USA verändert hat.

Doch nicht nur die Museen können für lange Nächte sorgen. Auch die Haut kann einem mit quälendem Juckreiz wachhalten. Übrigens: Juckreiz ist ansteckend. Erfahren Sie im Moulagenmuseum mehr über die Ursachen und Therapien des Juckens.

Brennende Ziegenbärte

Ein Prähistoriker demonstriert im Museum der Anthropologie mit viel Geschick und Können, wie in der Steinzeit Feuer gemacht wurde. Vom Feuerstein zum Feuerzeug sehen Sie ausserdem die Entwicklung der Feuermach-Geräte aus der Sammlung von der Steinzeitwerkstatt.

Erfahren Sie bei einem Kurzvortrag des Anthropologen Carel van Schaik, was für eine Rolle das Feuer spielte, als wir zum modernen Menschen wurden. Wie das Feuer vom Menschen beherrscht werden kann, zeigt die Feuershowgruppe «Burning Goatees» (Brennende Ziegenbärte).

Schattentanz der Tiere

Das Paläontologische Museum zeigt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Meeressauriern und -fischen aus der Mitteltrias, der Zeit vor etwa 230 bis 240 Millionen Jahren. Kinder können «Posidonienschiefer» auf der Suche nach 180 Millionen Jahre alten Ammoniten spalten und beim Schattentheater die Reise des kleinen Fischsauriers «Gigi» verfolgen. Erwachsene werden Spass an einer unglaublichen Geschichte über die Würzburger Lügensteine haben. Es geht um Fossilfälschungen mit Folgen.

Im Zoologischen Museum können Besucherinnen und Besucher sich auf eine Entdeckungsreise in die aussergewöhnliche,
 manchmal bizarre Lebenswelt der Galapagosinseln begeben. In der Werkstatt können Kinder im «Schattentanz der Tiere» eine tierische Silhouette basteln, der sie dann auf der Bühne Leben einhauchen.

Marita Fuchs, Redaktorin UZH News.

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