Modulbuchungen

Warum mit Wartezeiten zu rechnen ist

Am 20. August beginnt an vier Fakultäten die mehrwöchige Frist für Modulbuchungen. Um den Andrang in den ersten Stunden besser zu bewältigen, haben die Informatikdienste der UZH das Buchungssystem in den letzten Jahren laufend verbessert. Dennoch muss an diesem Tag mit Wartezeiten gerechnet werden. Wer speditiv buchen will, sollte sich erst einige Stunden nach dem grossen Andrang ins System einloggen.

David Werner13 Kommentare

Studierende der Philosophischen Fakultät haben grosse Freiräume bei der Wahl ihrer Module. Die Kehrseite sind Systemengpässe in den ersten Stunden nach Beginn der Modulbuchungsfrist. (Bild: Adrian Ritter)

Früher gab es Einschreibelisten, in die sich die Studierenden handschriftlich einzutragen hatten. Heute stellen Studierende ihr Semesterprogramm von ihrem Computer aus zusammen. Das zwischen 2005 und 2007 im Zuge der Studienreformen schrittweise eingeführte Buchungssystem der UZH hat grosse Vorzüge: Dazu gehört, dass die Studierenden die relevanten Daten über ihr Studium elektronisch verfügbar haben.

Sie können sich via online-Leistungsübersicht über ihre erworbenen Kreditpunkte und Noten informieren und erhalten zudem einmal pro Semester einen ausgedruckten Leistungsausweis zugeschickt. Per Mausklick können sie während der mehrwöchigen Buchungsperiode ihren Stundenplan den Anforderungen und Möglichkeiten ihres jeweiligen Studienprogramms entsprechend zusammenstellen. Der Aufwand, das eigene Studium zu administrieren, ist damit im Vergleich zu früher viel kleiner geworden.

Überlastetes System

Eine Hürde aber blieb: In den vergangenen Jahren kam es zum Auftakt der Buchungsperiode der Philosophischen, der Theologischen, der Wirtschaftswissenschaftlichen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät jeweils zu Systemüberlastungen, da sich innerhalb weniger Stunden Tausende von Studierenden gleichzeitig ins Buchungstool einloggten – obwohl für Buchungen eine mehrwöchige Frist zur Verfügung steht.

Das Buchungssystem, das nur einige hundert aktive Benutzer gleichzeitig verkraftet, verlangsamte die Performance, es kam zu Wartezeiten für die Benutzer und manchmal zu Fehlfunktionen.

Für die Studierenden sind solche Störungen begreiflicherweise ein Ärgernis. Sie wollen möglichst reibungslos ihre Module buchen und fragen sich, warum die Universität Zürich nicht über ein Buchungssystem verfügt, das dem Ansturm gewachsen ist.

Service verbessert

Die Informatikdienste der Universität haben über Jahre hinweg Anstrengungen unternommen, den Service zu verbessern, wie Christian Waldvogel, Leiter Business Applications der UZH erklärt. Die Hardware-Infrastruktur wurde massiv ausgebaut, die Software immer wieder optimiert.

So konnte die Zahl der am ersten Tag der Modulbuchungsfrist verarbeiteten Modulbuchungen über die letzten Jahre jeweils um durchschnittlich rund 20 Prozent pro Jahr erhöht werden. Kam es früher noch an mehreren Tagen nach Buchungsstart zu längeren Wartezeiten, beschränkt sich die Zeit, in der das System überlastet ist, inzwischen auf einige Stunden.

Ganz vermeiden lassen sich Wartezeiten jedoch nicht, wenn mehrere tausend Personen gleichzeitig aufs System zugreifen. Dazu müsste die System-Kapazität um ein Vielfaches erhöht werden. Die Kosten dafür wären unverhältnismässig hoch. «Mit Ausnahme der wenigen Stunden im Jahr, in denen es zu Spitzenbelastungen kommt, läge der Grossteil der Kapazität eines derart hochgerüsteten Buchungssystems brach», erklärt Waldvogel.

Wer beim Buchen auf keinen Fall Wartezeiten in Kauf nehmen will, tut auch in diesem Herbstsemester gut daran, sich nicht während des zu erwartenden Andrangs am 20. August ins System einzuloggen, sondern etwas später.

Vielfalt an Wahlmöglichkeiten schafft Engpässe

Die extremen Belastungsspitzen bei der Modulbuchung sind ein Problem, das vor allem die Philosophische Fakultät betrifft. Dafür gibt es zwei Gründe, wie Peter Schulthess, Studiendekan der Philosophischen Fakultät, erklärt: Erstens die hohe Studierendenzahl und zweitens die zahlreichen Wahlmöglichkeiten.

Die Studierenden wollen sich sofort nach Beginn der Buchungsfrist bestimmte Module sichern. Jeder will seine Lieblingstermine und thematischen Präferenzen realisieren. So kommt es zu Beginn der Buchungsfrist regelmässig zu Systemengpässen. «Diese Engpässe», so Studiendekan Schulthess, «sind gewissermassen die Kehrseite der Auswahlmöglichkeiten, von denen die Studierenden profitieren.»

Ausgeglichene Betreuungsverhältnisse schaffen

Die Wettbewerbssituation bei der Modulbuchung hat wohl damit zu tun, dass die Teilnehmerzahl bei einigen Modulen der Philosophischen Fakultät beschränkt ist. Warum braucht es diese Beschränkungen überhaupt? «Sie sind nötig, damit angesichts des oft schwer zu prognostizierenden Verhaltens unserer zahlreichen Studierenden bei der Modulwahl ein gewisses Mass an Planungssicherheit besteht», sagt Ea de With, Leiterin des Studiendekanats der Philosophischen Fakultät. Dozierende brauchen eine Grundlage, um ihre Seminare vorbereiten zu können, also zum Beispiel passende Räume und genügend Lehrpersonal zu organisieren.

«Wer sich nicht auf bestimmte Wunschtermine festlegt, sondern auch Alternativen in Betracht zieht, braucht sich nicht genötigt zu fühlen, beim Wettlauf um besonders beliebte Module mitzumachen.» Peter Schulthess, Studiendekan der Philosophischen Fakultät. Rechts im Bild: Ea de With, Leiterin des Studiendekanats der Philosophischen Fakultät. (Bild: David Werner)

Vor allem aber dienen die Kapazitätsbeschränkungen der Module dazu, Proseminare und Seminare möglichst gleichmässig zu belasten, also für ausgeglichene Betreuungsverhältnisse zu sorgen. Im Bachelor-Studienprogramm «Allgemeine Geschichte» zum Beispiel können Studierende im Basismodul 1, das zum Pflichtprogramm gehört, zwischen 15 verschiedenen Proseminaren wählen, von denen vier jeweils am Montag, zwei am Dienstag, drei am Mittwoch, drei am Donnerstag und nochmals drei am Freitag stattfinden. Es wäre ungünstig, wenn die terminlich beliebten Dienstags- und Mittwochs-Proseminare mit Studienanfängern überfüllt wären, während sich in den Freitags-Proseminaren nur vereinzelte Unentwegte zusammenfänden.

Kapazitätsbegrenzungen schaffen hier einen Ausgleich. Sie bewirken aber auch, dass nicht alle Studierenden ihre Wunschtermine wahrnehmen können. Es gilt das Prinzip: «First come, first served». Wer zu spät ist, muss mit der zweiten und dritten Wahl Vorlieb nehmen. Daran würde auch eine weitere technische Aufrüstung des Buchungssystems nichts ändern.

Niemand wird ausgeschlossen

Dabei ist aber zu betonen: Die Philosophischen Fakultät hindert niemanden am Fortgang seines Studiums, weil er ein Pflichtmodul nicht schnell genug gebucht hat. «Wenn sich abzeichnet, dass ein bestimmtes Pflichtmodul mehr Teilnehmende als erwartet anzieht, wird während des Buchungsprozesses die Gesamtkapazität des Moduls erhöht – und zwar wiederum gleichmässig auf alle zugehörigen Seminare beziehungsweise Proseminare verteilt», sagt Ea de With.

Dies gilt auch für Wahlpflicht-Module: «Insgesamt stehen genügend Plätze zur Verfügung, ausgebucht sind allenfalls besonders beliebte Themen und Termine.» Wer sich nicht auf bestimmte Wunschtermine festlegt, sondern auch Alternativen in Betracht zieht, braucht sich nicht genötigt zu fühlen, beim Wettlauf um besonders beliebte Plätze mitzumachen.

Worin der Vorteil besteht, mit der Modulbuchung abzuwarten, bis der grösste Andrang vorüber ist, liegt auf der Hand: Man kann dann das Semesterprogramm speditiv und ohne Wartezeiten zusammenstellen.

Auf jeden Fall empfiehlt es sich, jene Module, bei denen man davon ausgehen kann, dass die Nachfrage das Angebot nicht übersteigt, später zu buchen. Dies trifft auf den grössten Teil aller Module an der Philosophischen Fakultät zu.

Probleme werden ernst genommen

Doch auch wenn sich die Engpässe bei der Modulbuchung umgehen lassen, steht ausser Frage, dass sie für die Beteiligten lästig sind. Die Universitätsleitung nimmt die Probleme bei der Modulbuchung sehr ernst, sie arbeitet zusammen mit den Informatikdiensten und dem Studiendekanat der Philosophischen Fakultät laufend an Verbesserungen.

Hoffnungen auf einen definitiven Befreiuungsschlag in nächster Zeit möchte Otfried Jarren, Prorektor Geistes- und Sozialwissenschaften, aber nicht wecken. Zu vielfältig sind die Ansprüche, welche das Modulbuchungssystem auf organisatorischer und technischer Ebene erfüllen soll. Einerseits soll es Planungssicherheit für Institute und Lehrstühle schaffen, damit die knappen Personal- und Raumressourcen optimal eingesetzt werden können.

Anderseits soll es so ausgerichtet sein, dass die Freiräume der Studierenden bei der Studiengestaltung erhalten bleiben. Das System soll übersichtlich, für die Anwender leicht verständlich sowie technisch störungssicher sein, und es sollte niemanden benachteiligen. «Wir haben es mit einer Reihe von Zielkonflikten zu tun, die keine einfachen Lösungen zulassen», sagt Jarren.

Schwierige Suche nach Alternativen

Zur Zeit werden verschiedene Alternativmodelle zum bestehenden System des «First come, first served» diskutiert und geprüft; Modelle, mit denen sich Überlastungen zu Beginn der Buchungsfrist vermeiden lassen. Noch ist aber nicht ausgemacht, ob eines davon die verschiedenen Ansprüche besser unter einen Hut zu bringen vermag als das bestehende Modell.

So führt die schon vielfach vorgeschlagene zeitliche Staffelung der Buchungsfristen nach Studienprogramm oder Studienstufe innerhalb der Philosophischen Fakultät zu organisatorischer Unübersichtlichkeit und zudem auch zu Ungleichbehandlungen, denn wer zur ersten Staffel gehört, hat gegenüber jenen Studierenden, die später an die Reihe kommen, die grössere Auswahl.

Das ebenfalls häufig zur Debatte gestellte Wartelisten-System lässt sich mit dem hohen Flexibilitätsgrad des gegenwärtigen Buchungssystems nicht ohne weiteres vereinbaren. Das an der ETH Zürich praktizierte System, das ganz auf Modulbuchungen verzichtet und die Organisation nur auf Prüfungsanmeldungen abstellt, erschwert die Planbarkeit des Lehrbetriebs, da sich die Teilnehmerzahlen einzelner Module auf diese Weise nicht eruieren lassen. Und eine Auslosung per Zufallsgenerator, wie sie an vielen deutschen Universitäten vorgenommen wird, ist ebenfalls unbefriedigend.

Freiräume mit Augenmass nutzen

Zu den schon erwähnten Freiheiten, welche die Studierenden bei der Modulbuchung haben, zählt die Möglichkeit, einmal gebuchte Module in den ersten Wochen der Vorlesungszeit zu stornieren. Wer will, kann also mehrere Alternativ-Module ausprobieren, bevor er sich definitiv festlegt. Manche Studierende nutzen diese Möglichkeit intensiv, indem sie schon vor der eigentlichen Semesterplanung Module auf Vorrat buchen.

Oft wird dieses Verhalten für die Systemengpässe verantwortlich gemacht. Ein direkter Zusammenhang besteht aber nicht, wie Studiendekan Peter Schulthess betont. Ein indirekter allerdings schon: Studierende, die mehr Module buchen, als sie tatsächlich zu absolvieren beabsichtigen, tragen dazu bei, dass das Platzangebot knapper erscheint, als es tatsächlich ist. Dies wiederum kann bewirken, dass noch mehr Studierende das Gefühl bekommen, sich dem Ansturm auf das Buchungssystem kurz nach Eröffnung der Buchungsfrist anschliessen zu müssen.

Studierende geniessen nach wie vor viele Freiräume – die sie verantwortungsvoll nutzen sollten. «Wer mit Augenmass handelt», so Schulthess, «trägt wesentlich dazu bei, dass der gesamte Modulbuchungsprozess flüssiger abläuft.»

Empfehlungen für Modulbuchungen Studierende, die bei der Modulbuchung keine lange Wartezeiten in Kauf nehmen wollen, sollten folgende Empfehlungen beherzigen: 1. Reduzieren Sie die Zeit, in der Sie das System beanspruchen, indem Sie schon vor dem Einloggen ins Buchungssystem genau abklären, welche Module Sie benötigen. 2. Wenn Sie speditiv und ohne Wartezeiten buchen wollen, sollten Sie Ihre Buchungen nicht unmittelbar nach Beginn der Buchungsfrist am 20. August tätigen, sondern erst einige Stunden später. 3. Für Studierende der Philosophischen Fakultät: Ziehen Sie, wenn zu vermuten ist, dass die von Ihnen favorisierten Module besonders begehrt sind, frühzeitig Alternativen in Betracht, die Sie ohne Risiko auch einige Tage nach Beginn der Buchungsfrist buchen können. Denken Sie insbesondere auch daran: Bei Pflichtmodulen und Wahlpflichtmodulen wird sichergestellt, dass genügend Plätze vorhanden sind. 4. Für Studierende der Philosophischen Fakultät: Buchen Sie nicht mehr Module als Sie absolvieren wollen. Wer auf Vorrat bucht, trägt dazu bei, dass das Angebot an freien Plätzen knapper erscheint als es ist. Bei fachlichen Fragen wenden Sie sich bitte an die Fachverantwortlichen der Fakultäten. Für Fragen und Feedbacks zu technischen Problemen steht der Support der Informatikdienstezur Verfügung.

David Werner, Leiter Publishing

13 Leserkommentare

Andreas Schwarzinger schrieb am Anonym Dampf ablassen... ... kann man auch auf dem Uniboard. ;-) https://www.uniboard.ch/threads/52793-Modulbuchungsmarathon
Isabell Metzler schrieb am In der Warteschlange Ist es dieses Jahr vielleicht sogar schlimmer als die Jahre zuvor? Ich hab es in meiner 4-jährigen Unikarriere noch nie erlebt, dass ich sogar am zweiten Tag der Modulbuchung in der "Warteschlange" stehe. Wie wäre es denn, wenn man nicht nur nach Fakulät auffächert, sondern was die philosophische Fakultät angeht vielleicht sogar nach Insituten? Dann würde zumindest der Server nicht von Anfang an flach liegen.
Anna Meier schrieb am Ja klar! Die Uni Zürich und insbesondere die Philosophische Fakultät tut alles, damit das System für die Studierenden ja nicht zu angenehm wird. Und natürlich wird immer dem IT System die Schuld in die Schuhe geschoben, dabei könnten die meisten Probleme nur mit ein bisschen gesundem Menschenverstand behoben werden (siehe Kommentare oben). Das Modulbuchungssystem krankt noch immer an den gleichen Problemen wie vor 3 Jahren. Da hätte man schon vieles verbessern können. Am ersten Buchungstag funktioniert das Modulbuchungssystem einfach grundsätzlich nie. Mit viel Glück und wenn man den ganzen Tag nichts anderes tut schafft man es sich einzuloggen, und vielleicht einen oder zwei Kurse zu buchen. Das mache ich einfach nicht mehr und schone meine Nerven. Leider muss ich dann warten, um festzustellen, ob ich soviel Glück habe und noch einen Platz bekomme von jemandem, der storniert. Leider ist das oft erst dann der Fall, wenn die Buchungsfrist schon abgelaufen ist...
Philipp Meier schrieb am Sogar ein reines Zufallsverfahren wäre fairer. Ich habe seit heute 7:45 versucht Module zu buchen. Durchgehend bis 16:00 ohne ein einziges Mal über die sogenannte "Warteschlange" (wers glaubt – das ist nur eine nettere Formulierung dafür, dass man nicht einloggen kann und trotzdem NIRGENDS in einer geordneten Reihenfolge registriert ist) hinauszukommen. Dann habe ich mir gedacht, so schlimm kann das ja nicht sein, ich werde schon nicht der einzige mit dem Problem sein und habe es um 19:00 noch einmal versucht. Siehe da... ich war in der Modulbuchung, nur leider war wirklich ohne Übertreibung ALLES weg, was ich in der letzten Woche so eingeplant hatte. Abgesehen von der Frustration aufgrund mangelnden Interesses an den Veranstaltungen ist es nun sogar so, dass ich zahlreiche zeitliche Überschneidungen mit meinem Nebenfach in Kauf nehmen muss. Das werde ich ganz einfach nicht über mich ergehen lassen, selbst wenn ich vor dem Dekanatsbüro der Philosophischen Fakultät mein Zelt aufschlagen muss.
Morgane Gh schrieb am Studierende nicht verantwortlich Wir sind uns dieses System ja langsam gewohnt, und wie sehr man noch sinnvoll aufrüsten kann ist vielleicht nicht so einfach zu beurteilen. Aber im Hilfetext den Satz lesen zu müssen «First come, first served».Wer zu spät ist, muss mit der zweiten und dritten Wahl Vorlieb nehmen. Daran würde auch eine weitere technische Aufrüstung des Buchungssystems nichts ändern" ist dann das Tüpfchen auf dem i. Die meisten haben keine Kontrolle darüber, ob sie "zu spät" sind. Man steht wie jeder andere früh auf und hofft darauf, dass es klappt und man seine sorgfältige Planung nicht aus dem Fenster kippen muss. Es wäre dementsprechend nett, wenn dieser Text einem nicht vorhalten würde, es läge in der eigenen Verwantwortung, ob man wie gewünscht buchen kann. Nach einem ganzen erfolglosen Tag vor dem PC ist dies das Letzte, was man lesen will.
Pascal Blöchlinger schrieb am Ärgernis Jedes Semester die gleiche mühsame Übung... Mittlerweile versuche ich seit 8 Stunden (!!!) zur Modulbuchung zu gelangen, seit 4 Stunden hänge ich in der sogenannten Warteschlaufe. Der Frust wächst, da mittlerweile viele Module bereits ausgebucht sind. Wo bleibt da die Fairness? Gerne würde ich planmässig mit dem Studium voranschreiten und keine Zeit verlieren, weil kein Platz mehr in gewissen Seminaren vorhanden ist. "First come, first served" oder "wer hat die schnellste Internetverbindung?" funktioniert einfach nicht. Gerne würde ich auch mal ein Seminar buchen können, das ich auch wirklich möchte.
Benjamin Wolf schrieb am 4 Fakultäten gleichzeitig, warum? Es ist doch peinlich, wenn eine Uni mit einem Institut für Informatik es nicht fertig Bringt, dass die Modulbuchung rund läuft. Ich muss den vorhergehenden Kommentaren zustimmen: Warum werden die Modulbuchungen nicht einfach mehr gefächert? Dass es bei gleichzeitiger Modulbuchung von 4 Fakultäten zu Engpässen kommt ist ja keine Überraschung. Dass man alle vier Fakultäten trotzdem jedes Semester wieder auf ein gemeinsames Datum festlegt hingegen schon. Ein Prioritäten-System wie es in St.Gallen existiert fände ich für die besonders umkämpften Module ebenfalls eine gute Lösung. Übrigens: es ist jetzt 7.5 Stunden seit Eröffnung der Buchungsfrist und die Überlastung hält an...
Patricia Senn schrieb am Wieso die Teilnehmerzahl überhaupt beschränken? Es werden nicht weniger Studierende am Seminar erscheinen, nur weil sie sich nicht anmelden konnten. Wenn man die effektive Zahl der Interessierten nun nicht kennt, ist es doch erst recht nicht möglich zu planen und bspw. einen geeigneten Raum zuzuteilen. Innerhalb der einzelnen Fakultäten gestaffelt zu buchen, scheint schwierig, weil es Seminare gibt, die von verschiedenen Fächern besucht werden können. Wie wäre aber wenigstens eine Trennung der WWF, der Philosophischen und der RWF? Es ist klar, dass die Informatiker ihr Bestes geben, um das Problem zu lösen. Das BA/MA System hat die Studierenden aber bereits in ein reichlich enges Pflichtveranstaltungs-Korsett gezwängt, da wirkt es etwas zynisch, wenn nicht einmal mehr die sogenannten WAHLveranstaltungen wirklich gewählt werden können.
Andreas Müller schrieb am Bessere Landing-Page erwünscht Ich fände es begrüssenswert, wenn die Landing page etwas besser gelöst wäre als einfach eine von vielen Fehlermeldungen resp. "keine Antwort". Könnte nicht z.B. ein Warteschlangensystem mit einer einfachen Site, auf welcher einem z.B. die aktuelle Position in der Warteschlange aufgezeigt wird, eingerichtet werden?
Johannes Suter schrieb am Vergabe nach Prioritäten...? Wie wärs, wenn man die Vergabe nicht mehr nach "First Come First Serve" macht sondern nach einem Prioritäts-Prinzip? Während ca. drei Wochen kann jeder Student eine Auswahl an Fächern treffen und diesen auch Prioritäten zuordnen. Die Anzahl Prioritässtufen sind dabei pro Student beschränkt, um Überbelegung auf Vorrat zu vermeiden. Nach Ablauf der Anmeldefrist werden die Fächer unter Berücksichtigung der Prioritäten an die Studenten vergeben. Danach kann man die übrigen Plätze wieder nach "First Come First Serve" vergeben für alle Studenten, die doch nicht ganz zufrieden sind. Es ist doch veraltet und unsinnig bei einer Studentenanzahl von mehreren Tausend die Fächerwahl auf die ersten Stunden zu konzentrieren und diejenigen mit der schnellsten Internetverbindung zu bevorzugen. Solang sich das System der Vergabe nicht ändert, werden "Warte"-Tipps und die Verlängerung der Anmeldung auch nicht helfen.
Sarah Sue schrieb am Vielleicht... ... sind wir alle ein riesiges soziales Experiment mit dem Titel: Wie viele Nerven sind Studenten der UZH bereit zu opfern, um ihre favorisierten Seminare zu erhalten: Eine Langzeitstudie der UZH.
Petra Meier schrieb am Das Problem an der Wurzel packen Meiner Meinung nach ist das Problem nicht die Systemüberlastung sondern das Prinzip "First come, first served". Welcher Student würde denn wirklich darauf verzichten, im Buchungs-Wettlauf mitzumachen, im Wissen, das nächste Semester mehrere Kurse zu absolvieren zu müssen, die ihn/sie nur mässig interessieren. Sicher ist es nicht machbar, jedem Studenten / jeder Studentin sein/ihr Lieblingsfach zu sichern. Allerding wäre eine Modulvergabe nach Präferenzpunkten, wie dies zum Beispiel an der Hochschule St.Gallen bereits existiert, um einiges fairer und befriedigender. Ich persöndlich sehe nicht ein, warum Student A, der es durch Glück schafft, früh in die Modulbuchung zu gelangen, alle seine Präferenzfächer buchen kann, und sich Student B mit weniger Glück ein ganzes Semester lang mit lauter Fächern zweiter Wahl zufrieden geben soll.
Felix Alexander Lüscher schrieb am Viel zu wenig breit gefächert! Warum kann denn der Beginn die Modulbuchungen auch in den Fakultäten nicht noch stärker gefächert werden? Man könnte z.B. die geschichtlichen von den philosophischen Modulen trennen etc. In der Geschichte sogar Antike vom Mittelalter und diese von der Neuzeit. In anderen Instituten gäbe es sicher ähnliche Unterteilungen. Andererseits: Es gibt doch sicher auch digitale Losverfahren, oder? Mit den Erfahrungen der letzte Jahre lassen sich die umkämpften Module, welche dieser Methode bedürfen, sicher identifizieren. Wir sind eine Uni mit Informatikern - wo bleibt da die Innovation? ;) Das lässt sich bestimmt leicht programmieren: Am ersten Tag wird gebucht und am zweiten bekommt man schon das Ergebnis. Systemüberlastungen sind meiner Meinung nach durchOrganisation vermeidbar. Die Frage ist: Will man das? Lohnt sich das für Studenten?

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