Neue Studierendenzeitschrift

Erster «Zurich Globalist» erschienen

Zürcher Studierende lancieren mit dem «Zurich Globalist» eine neue Zeitschrift zu Themen der internationalen Politik. Sie reihen sich damit ins «Global21» ein, einem Netzwerk von Studierendenmagazinen rund um die Welt. Die erste und lesenswerte Ausgabe des «Zurich Globalist» widmet sich im Schwerpunkt der «Neutralität».

Adrian Ritter

Die Erstausgabe des «Zurich Globalist» deckt thematisch ein breites Spektrum ab: Es finden sich darin ein Plädoyer für eine stärkeres Engagement der Schweiz in der militärischen Friedensförderung, ein Interview mit dem Schweizer Botschafter in Ägypten, Reaktionen in Serbien auf die Verhaftung von Ratko Mladic und ein Physik-Projekt zum Aufspüren von Gravitationswellen.

Die Lektüre gefällt, etwa wenn Autor Pablo Padrutt eine politische, rechtliche und historische Verortung der Schweizer Neutralitätspolitik vornimmt: Das Uno-Peacekeeping ist gemäss Studien sehr wirksam und ein stärkeres Engagement der Schweiz in ihrem eigenen Interesse, schreibt Padrutt.

Militärische Friendensförderung: Gemäss Studien sehr wirksam. (Bild: United Nations Photo)

Das Magazin ist das Werk engagierter Zürcher Studierender, insbesondere der Politikwissenschaft. Der «Zurich Globalist» richtet sich in einer Auflage von 2000 Exemplaren vor allem an Studierende. Gleichzeitig bietet er eine Plattform für diejenigen, die sich «am Dialog über die brennenden Themen unserer Gegenwart beteiligen wollen», wie Redaktionsleiter Stefan Brunner im Editorial schreibt.

Projektleiter Nicolas Zahn: «Studierende sollen die Möglichkeit haben, über internationale Themen zu schreiben, ohne gleich eine vollständige Forschungsarbeit präsentieren zu müssen.»

Das «Zurich Globalist» Team (v.l.): Nikola Ciganovic (Autor und Redakteur), Christian Müller (Layout), Stefan Brunner (Chefredakteur), Nicolas Zahn (Präsident, in der Hand die Erstausgabe), Nicolas Hintermann (Fundraising, Finanzen). (Bild: zVg)

Dreisprachig und global

Der «Zurich Globalist» soll künftig einmal pro Semester erscheinen, aktuelle Berichte werden zwischenzeitlich auf der Website erscheinen. Neue Autorinnen und Autoren sind willkommen, nicht nur Zürcher Studierende. Angehörige anderer Schweizer Hochschulen sind ebenfalls zum Schreiben aufgefordert, vom Studenten bis zur Professorin.

Der «Zurich Globalist» gehört zum «Global21»-Netzwerk. In diesem versammeln sich mit der Verstärkung aus Zürich nun 13 Studentenmagazinen, die sich Themen der internationalen Politik widmen – in zehn Ländern in aller Welt. Der «Zurich Globalist» ist das erste deutschsprachige wie auch dreisprachige Magazin im Global21-Netzwerk. Beiträge werden in Deutsch, Französisch und Italienisch publiziert. 

Die Mitgliedschaft im Netzwerk wird es erlauben, interessante Artikel von anderen Magazinen im «Zurich Globalist» zu veröffentlichen und gibt den Schweizer Studierenden gleichzeitig die Möglichkeit, beim weltweiten Global21-Blog mitzuschreiben.

Redaktionsleiter Stefan Brunner und Produktionsleiter Nicolas Zahn sind Bachelorstudenten der Politikwissenschaft an UZH. Initiiert hat den «Zurich Globalist» Pablo Padrutt, der an der ETH Zürich Advanced Studies in Development and Cooperation studiert. Unterstützt wird der «Zurich Globalist» unter anderem von der Mercator Stiftung, der Universität Zürich und dem Institut für Politikwissenschaft der UZH.

Adrian Ritter ist Redaktor UZH News.

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