Sanierungsprogramm «San10»

«Massnahmen sind hinnehmbar»

Das Sanierungsprogramm «San10» des Kantons Zürich betrifft auch die Universität. 2010 fällt der Staatsbeitrag um 11,5 Millionen Franken geringer aus als geplant. Die Massnahmen seien zwar «bedauerlich», sagt Stefan Schnyder, Verwaltungsdirektor der Universität Zürich. Doch sei die Entwicklung der Universität auch «in den aktuellen Rahmenbedingungen sichergestellt». 

Roland Gysin1 Kommentar

UZH News: Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat das Sanierungsprogramm «San10» verabschiedet. Betroffen ist auch die UZH. Für 2010 wurde der Staatsbeitrag um 11,5 Millionen gekürzt. Bis 2013 fallen Kürzungen von jährlich über 20 Millionen Franken an. Mit wieviel Kantonsgeld kann die UZH in den nächsten Jahren rechnen?

Stefan Schnyder: Im Rahmen des Sanierungsprogramms 2010 wurde der Beitrag der Bildungsdirektion des Kantons Zürich an die Universität Zürich für die Jahre 2011–2013 im Vergleich zur bisherigen Planung reduziert.

2010 beträgt der Staatsbeitrag des Kantons Zürich neu 558,8 Millionen Franken. 2011 sind es 568,7 Millionen Franken. 2012 werden es 570,7 Millionen Franken sein. Für 2013 rechnen wir mit 580,1 Millionen Franken.

Was bedeuten diese Zahlen konkret? Wo werden Abstriche gemacht werden müssen?

Es wird zu Verzögerungen bei der Schaffung neuer Lehrstühle und damit bei der Verbesserung der Betreuungssituation sowie bei der Steigerung der Forschungsaktivitäten kommen.

Verwaltungsdirektor Stefan Schnyder: «Die nun getroffenen Massnahmen sind bedauerlich, aber im Vergleich zu den ursprünglichen Vorgaben von «San10» hinnehmbar.» (Bild: Roland Gysin)

Die strategischen Projekte der Universität wurden an die neuen finanziellen Rahmenbedingungen angepasst: Schwerpunkte der nächsten Jahre sind die Förderung des akademischen Nachwuchses, neue Universitäre Forschungsschwerpunkte, sowie eine weitere Unterstützung der Bologna-Reform auf Master- und Doktoratsstufe.

Die nun getroffenen Massnahmen sind bedauerlich, aber im Vergleich zu den ursprünglichen Vorgaben von «San10» hinnehmbar.

Unter dem Strich heisst das also, die Universität Zürich wird zwar weiter wachsen können, muss aber das Tempo reduzieren?

Für die Entwicklung der Universität Zürich ist es entscheidend, dass ihre Finanzierung möglichst stetig verläuft, da ihre wichtigsten Aktivitäten – vor allem die Berufungen – langfristig ausgerichtet sind. Dies ist auch in den aktuellen Rahmenbedingungen sichergestellt, obwohl sich die Entwicklungsdynamik der Universität im Vergleich zur ursprünglichen Planung verlangsamt.

Roland Gysin ist Leiter Publishing UZH.

1 Leserkommentar

Joachim B. Meister schrieb am So schlimm kann es nicht sein Solange die Universität sich Fachgruppen wie "Genderstudies" leisten kann, solange ist der Spardruck zu niedrig. Ideologische "Forschung" hat an der Universität nichts zu suchen.

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