Studierendenzahlen

Die 25'000. Studentin will Tierärztin werden

Rektor Andreas Fischer durfte gestern die 25'000. Studentin an der Universität Zürich begrüssen. Pamela-Rose Vybiral hat am Montag mit dem Studium der Veterinärmedizin begonnen. Als Geschenk erhält sie die Gebühren für ein Semester erlassen.

Adrian Ritter

Gratulation: Rektor Andreas Firscher darf der 25'000. Studentin an der Universität Zürich die Gutschrift für eine Semestergebühr überreichen. (Bild: Adrian Ritter)

Schneller ging es beim besten Willen nicht, aber Pamela-Rose Vybiral kam gerade rechtzeitig an die Universität Zürich, um als 25'000. Studentin in die Universitätsgeschichte einzugehen. Die dritte Klasse der Primarschule hatte sie überspringen können – zuviel hatte sie schon den älteren Schwestern abgeschaut. Noch bevor sie im Oktober 18 Jahre alt wird, hat Pamela-Rose Vybiral am Montag ihr Studium der Veterinärmedizin in Angriff genommen.

Am Erstsemestrigentag hatte sie bereits eine Führung durch das Tierspital erhalten, dazu eine Menge Informationen und das persönliche Sezierbesteck. Das neue Wissen, das sie sich in den kommenden fünf Jahren bis zum Master aneignen wird, möchte sie später als praktische Tierärztin nutzen: «Ob mit Klein- oder Grosstieren, weiss ich noch nicht.» Erfahrung mit Kleintieren hat sie auf jeden Fall bereits - Meerschweinchen und Hasen gehörten in der Kindheit zum Alltag.

Pamela-Rose Vybiral: Im Schnellzugstempo zum Hochschulstudium. (Bild: Adrian Ritter)

Studieninformationstage halfen entscheiden

Längere Zeit hatte sie sich sowohl Human- als auch Veterinärmedizin als Studienfach vorstellen können. Nach zwei Besuchen an den Studieninformationstagen der Universität Zürich entschied sie sich für die Tierheilkunde.

Zwei Universitäten standen in der Schweiz zur Auswahl – Bern oder Zürich. Der Entscheid für Zürich fiel ihr leicht, zumal sie bisher nur Gutes über die UZH gehört hatte. So pendelt sie jetzt täglich aus der Ostschweiz ans Tierspital auf dem Irchel-Campus.

Auch da gab es etwas zu feiern: Rektor Gerold Hilty stösst 1981 mit der 15'000. Studentin der Universität Zürich an. (Bild: Universitätsarchiv Zürich)

Moderate Erhöhung auch in Zukunft

Am Dienstag durfte sie kurz dem Unterricht fernbleiben. Galt es doch, die Gratulationen von Rektor Andreas Fischer entgegenzunehmen. Damit einher ging für die 25'000. Studentin eine Gutschrift für eine Semestergebühr im Wert von 689 Franken.

«Man feiert gerne Meilensteine», freute sich Rektor Fischer bei der Übergabe. Der neue Höchststand an Studierenden zeige, dass die Universität Zürich mit ihrem breiten Fächerangebot attraktiv sei. Das rasche Wachstum der Studierendenzahlen in den 1990er Jahren sei einer kontinuierlichen, langsamen Steigerung gewichen. Fischer rechnet damit, dass dies auch in den kommenden Jahren der Fall sein wird, zumal das Interesse ausländischer Masterstudierender an der UZH vermutlich noch steigen werde.

Eine konkrete Zielgrösse bei der Studierendenzahl gebe es nicht, so Fischer. Solange es der Universität gelinge, gleichzeitig das Lehrangebot weiter auszubauen, sei eine moderate Erhöhung der Studierendenzahlen vertretbar.

Adrian Ritter ist Redaktor von UZH News.

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