Kulinarisch hoch hinaus

Gepflegt und gesund an der Universität speisen, noch dazu mit Blick über die ganze Stadt: das bietet ab heute das neue Restaurant im Turm des Kollegiengebäudes, der «UniTurm».

Sascha Renner

(Bild: Frank Brüderli)

Der Weg in kulinarische Höhen führt geradewegs in den Himmel. Dort, im M-Geschoss des Turms der Universität Zürich, sollen nicht mehr nur geistig Hungrige Labsal finden. Auch den leiblich Bedürftigen wird nun geholfen – mit einem bedienten Gastrobetrieb, der verspricht, selbst anspruchsvolle Gaumen zufrieden zu stellen.

Package-Menüs: Alles inklusive

Mit einem herkömmlichen Personalrestaurant oder einer Mensa hat der UniTurm schon auf den ersten Blick wenig gemeinsam. Weisse Tischtücher und ein Lüster – eine Neuinterpretation der Bündner Künstlerin Madlaina Lys, ganz aus Porzellan – verbreiten unaufdringliche Eleganz. Für eine behagliche Stimmung sorgen der Parkettboden, das tiefe Rot der Stoffbespannung aus Jutegewebe sowie die Holzauskleidung. Hinter dem Restaurant bietet derweil eine Stehbar mit kleiner Lounge Raum für Kreativpausen oder einen Drink mit Gästen. Im ehemaligen Fechtsaal mit seiner umlaufenden Balustrade ist damit ein attraktiver Treffpunkt für Dozierende und Angestellte entstanden – ein Ort an herrlicher Lage, an dem man sich in informeller Atmosphäre begegnen und austauschen kann.

(Bild: Frank Brüderli)

Die Universitätsleitung hat zu diesem Zweck einen Bewirtschaftungsvertrag mit den ZFV-Unternehmungen abgeschlossen, die auch die anderen Verpflegungsstätten an der Universität betreiben. Restauration «im oberen Segment, aber zu einem guten Preis» wolle man im UniTurm anbieten, erklärt ZFV-Projektleiter Karl Neff. Für das neue Restaurant setzt er die Latte hoch. So kümmert sich ein junges, aber bewährtes Team um das Wohl der Universitätsangehörigen: Küchenchef ist Adrian Müller, der seine Ausbildung im Restaurant Rigiblick unter Gault-Millau-Koch Felix Episser vervollständigte. Akalin Yemnan, Betriebsleiter des UniTurms, war am selben Haus tätig.

Sie verwöhnen die Universitätsangehörigen: Betriebsleiter Akalin Yemnan (links) und Küchenchef Adrian Müller. (Bild: Frank Brüderli)

Den Charakter der Küche beschreibt Yemnan als «Bistro mit asiatischem Touch». Neben einem kleinen À-la-carte-Angebot (Wienerschnitzel, Rindsfiletmedaillon, Lachsschnitzel) sieht das Gastrokonzept als Grundpfeiler so genannte Package-Menüs vor: Diese bestehen aus Vorspeise, Hauptgang und Dessert inklusive Kaffee und Mineralwasser. Zur Auswahl stehen ein täglich wechselndes Fleisch-, ein Fisch- sowie ein «Wellness»-Menü, zu Preisen zwischen 31.50 und 35 Franken. Warme Mahlzeiten werden von 11:30 bis 14 Uhr gereicht, Lunchchecks werden akzeptiert. Ausserhalb der Mittagszeit, von 9 bis 18 Uhr, bietet der UniTurm Crostini, Früchte und Kuchen, und morgens ein «reichhaltiges Frühstück» zu 16 Franken. Eine Latte Macciato schlägt mit 4.20 Franken zu Buche, ein Bier ebenso.

Geschlossene Veranstaltungen abends

Tagsüber kann das Restaurant nicht nur zur individuellen Verpflegung genutzt werden, sondern auch für Apéros und Imbisse im Rahmen von Tagungen und Sitzungen. Dafür bieten sich ein Stockwerk höher zwei neue Seminarräume mit je 15 Plätzen an. Abends steht das Restaurant in erster Linie den Fakultäten und Instituten für Bankette und spezielle Anlässe zur Verfügung. Ebenfalls können Dritte das Lokal für geschlossene Veranstaltungen mieten. Bereits sei eine grössere Zahl an Reservationen eingegangen, so Betriebsleiter Akalin Yemnan.

(Bild: Frank Brüderli)

Das Restaurant bietet mit 58 Sitzplätzen ein beschränktes Angebot. Es steht deshalb ausschliesslich Dozierenden der Universität und der ETH sowie Mitarbeitenden der Universität offen. Besucher dürfen jedoch ohne Einschränkung mitgebracht werden.

Reservationen nehmen die ZFV-Unternehmungen unter 044 634 21 41 entgegen.

Für den Innenausbau des Restaurants wurde das Holz einer gigantischen Schwarznuss verarbeitet. Der dazu verwendete Baum hat seine besondere Geschichte: Er stammt aus einem Park in Konstanz mit Seeanstoss. Die besondere Bodenqualität bewirkte eine einmalige, dunkle Maserung des Holzes, die an tropisches Edelholz erinnert. Aufgrund seiner enormen Grösse – 1.7 Meter misst der Stamm im Durchmesser – wurde für das Furnier im UniTurm nur gerade ein Viertel des Baums verwendet. Ein weiterer Viertel befindet sich nicht weit von hier: Er bedeckt das Moderatorenpult des neuen «Tagesschau»- und «10-vor-10»-Studios des Schweizer Fernsehens in Leutschenbach. 

Sascha Renner ist Redaktor des unijournals

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