Wissenschaftsbarometer Schweiz

Geschätzte Wissenschaft

Das «Wissenschaftsbarometer Schweiz» erhebt die Einstellung der Schweizer Bevölkerung zu Wissenschaft und Forschung. Mike Schäfer, UZH-Professor für Publizistikwissenschaft, ist Co-Autor der ersten Auswertung. Im Videointerview mit UZH News spricht er über die überraschendsten Befunde.

Kommunikation

Mike Schäfer, UZH-Professor für Publizistikwissenschaft und Co-Autor des Wissenschaftsbarometers Schweiz, erklärt im Video, dass die Schweizer Bevölkerung sich sehr für wissenschaftlichen Themen interessiert.

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Die Schweizer Bevölkerung steht der Wissenschaft positiv gegenüber: Sie vertraut den Aussagen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in hohem Masse. Dies zeigt der erste «Wissenschaftsbarometer Schweiz» (vgl. Kasten). Bei 57 Prozent der Bevölkerung ist das Vertrauen stark bis sehr stark. Bei nur fünf Prozent ist es gering oder sehr gering. Besonderes Vertrauen geniessen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an Universitäten tätig sind. Die Befragten sind mehrheitlich der Meinung, dass Wissenschaft und Forschung ihr Leben verbessern, auch wenn sie der Ansicht sind, dass es Grenzen für die Forschung geben sollte.

Mehr als die Hälfte der Befragten interessiert sich stark oder sehr stark für wissenschaftliche Themen – wobei insbesondere solche im Bereich Medizin und Gesundheit gemeint sind. Wissenschaft und Forschung sind in der Schweizer Bevölkerung auch zwischenmenschlich ein Thema: Mehr als ein Drittel der Befragten spricht häufig mit Freunden und Bekannten über wissenschaftliche Erkenntnisse.

«Wissenschaftsbarometer Schweiz»

Das «Wissenschaftsbarometer Schweiz» erhebt, was die Schweizer Bevölkerung über wissenschaftliche Themen denkt und wie unterschiedliche Informationsquellen die Wahrnehmung von wissenschaftlichen Themen beeinflussen. Alle drei Jahre findet dazu eine repräsentative Telefon-Befragung statt.

Bei der ersten Durchführung im Juni 2016 wurden 1051 Personen befragt – 651 in der Deutschschweiz, 200 in der Westschweiz und 200 im Tessin. Die nächsten Befragungen finden 2019 und 2022 statt. Durchgeführt wird das «Wissenschaftsbarometer Schweiz» von Professor Mike Schäfer und seiner Abteilung «Wissenschaftskommunikation» am Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der UZH und von Professorin Julia Metag von der Universität Fribourg.

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