SOLA-Stafette

Rennen, bis der Atem fliegt

Die 35. SOLA-Stafette des Akademischen Sportverbandes Zürich (ASVZ) erfreute sich mit 730 teilnehmenden Teams einmal mehr grosser Beliebtheit. Sieger über die 120 Kilometer lange Strecke waren die SOLA Challengers.

Peter Rüegg

… und los geht's! (Bild: zVg)

Es hätte schlimmer werden können. Oder eben so wie letztes Jahr, als Kälte und Regen das Rennen in einen Härtetest ausarten liessen. Diesmal regnete es zumindest erst am Nachmittag. Und die 730 Läuferinnen und Läufer, die sich am frühen Samstagmorgen auf den Bucheggplatz begaben, um die erste Etappe der 35. SOLA-Stafette zu absolvieren, musste dies nur wenig kümmern. Die Bedingungen waren für sie ideal, der Himmel bedeckt, die Temperaturen angenehm.

Sechs Stunden, 57 Minuten und 51 Sekunden später war für die schnellste Mannschaft, das Alumni-Team SOLA-Challengers, der Lauf vorbei. Die Mitglieder des letzten klassierten Teams hingegen mussten lange durch den Nachmittagsregen laufen. Nach 11 Stunden und 42 Minuten traf schliesslich der Schlussläufer im Ziel bei der Hochschulanlage Irchel ein.

Ab Abend stieg wie üblich an der Universität Irchel die grosse SOLA-Party mit Essen, Trinken, Musik, Tanz und Showeinlagen.

Ursprung in Schweden

Ihren Ursprung hat die SOLA-Stafette in Schweden, wo im Mai 1968 Studenten der Universität Göteborg erstmals eine Stafette von Göteborg nach Karlstad (259 Kilometer à 30 Teilstrecken) organisierten. Während die Schwedische Original-SOLA-Stafette vor sechs Jahren aus organisatorischen Gründen eingestellt werden musste, ist die Schweizer Version mit ihren über 10'000 Teilnehmern nach wie vor sehr beliebt und ist sie inzwischen die grösste Hochschulsport-Veranstaltung des Landes. Als Trophäe lockt den sechs schnellsten Teams Ruhm und Ehre sowie ein so genanntes «Schweden- Ross», ein traditionelles schwedisches Symbol.

Umweltverträgliches Laufvergnügen

Als Organisator des Grossanlasses legt der ASVZ grossen Wert auf die Umweltverträglichkeit der SOLA. Im Jahr 2003 wurde ein Umweltteam ernannt, das den Lauf in grüner Natur jedes Jahr ökologisch hinterfragt. In der Zwischenzeit wurde die SOLA als eine von drei schweizerischen Sportveranstaltungen mit ökologischem Vorbildcharakter ausgezeichnet. Die SOLA-Organisation legt beispielsweise Wert darauf, dass ökologische, wieder verwendbare Materialien eingesetzt oder Fair-trade-Produkte angeboten werden. Zudem sind alle Übergabepunkte problemlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und die Startnummer gilt gleichzeitig als Ticket für den Zürcher Verkehrsverbund.

 

Peter Rüegg ist Redaktor von ETH Life.

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