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Geist & Geld – Wie aus Wissen Wirtschaft wird

In diesem Jahr feiert die Universität Zürich unter dem Motto «Wissen teilen» ihr 175-jähriges Bestehen. Das unimagazin beschäftigt sich unter verschiedenen Gesichtspunkten mit dem Motto des Jubiläums.

unicom

Welches sind die grossen ungelösten Fragen Ihres Faches? Das wollte das unimagazin von 11 profilierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wissen, die an der Universität Zürich lehren und forschen. Etwa: Wird Krebs heilbar sein? Was unterscheidet uns von den Affen? Wo im Hirn sitzt die Moral? Und ist was Recht ist auch wirklich gerecht?

(Bild: unicom)

Geld und Geist galten lange als Gegensätze. Das hat sich geändert, wie das Dossier in diesem Heft belegt. Die Zusammenarbeit zwischen der Universität und der Wirtschaft ist in den letzten Jahren enger und intensiver geworden. Das Interesse ist gegenseitig: Die Universität braucht zusätzliches Geld, um etwa teure Forschungsprojekte in der Medizin und den Life Sciences zu finanzieren. Die Wirtschaft auf der anderen Seite ist auf das Wissen aus der Grundlagenforschung und gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen.

Im unimagazin-Dossier werden ganz unterschiedliche Spielarten des Zusammengehens von Geist und Geld beleuchtet: Stiftungsprofessuren, Gründungen von Spinoff-Firmen oder Forschungskooperationen in der Medizin und den Geisteswissenschaften. Dreh- und Angelpunkt dieses Austausches ist in vielen Fällen die Technologietransferstelle der Universität Unitectra. Wie der Prorektor Medizin- und Naturwissenschaften Heini Murer im Interview unterstreicht, ist die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft grundsätzlich willkommen. Vorausgesetzt, die Spielregeln sind klar: Die Forschungs- und Publikationsfreiheit muss gewährleistet sein.

Weiter in dieser Ausgabe

Im Rahmen des Jubiläums werden an der Universität zahlreiche interessante Ausstellungen zu sehen sein. Das unimagazin stellt die aussergewöhnlichste vor: «Könige am Tigris» der Archäologischen Sammlung. Gezeigt werden monumentale Wandreliefs aus den königlichen Palästen der assyrischen Hauptstädte am Tigris. Das unimagazin beleuchtet die Hintergründe der Ausstellung und erklärt, weshalb die Reliefs, die zu den Prunkstücken der Antikenmuseen der Welt gehören, so wertvoll sind.

Nach dem Jubiläum wird Rektor Hans Weder nach acht Jahren den Stab an den Anglisten Andreas Fischer weiterreichen. Im grossen Interview blicken der aktuelle und der künftige Rektor auf die Amtszeit Weders zurück und diskutieren die Zukunftsperspektiven der Universität.

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