UZH-Card

Eine Karte für alle Fälle

Ob Studentin, Dozent oder Mitarbeiterin, ob Universität oder ETH: Alle Angehörigen der beiden Hochschulen erhalten ab Februar eine einheitlich gestaltete Identifikations-Karte.

Theo von Däniken

StuRa-Präsident Stefan Fischer, Universitäts-Rektor Hans Weder, VSETH-Präsidentin Gaby Blatter und ETH-Präsident Ralph Eichler präsentieren ihre druckfrischen Karten. (Bild: Marvin Zilm)

Mit der neuen Karte erhalten alle Angehörigen von Universität und ETH denselben Ausweis. «Eine gemeinsame Karte hat viele praktische Vorteile und bringt das Zusammengehörigkeitsgefühl beider Hochschulen zum Ausdruck» erklärten ETH-Präsident Ralph Eichler und Universitätsrektor Hans Weder. Gemeinsam mit Gaby Blatter, Präsidentin des VSETH, und Stefan Fischer, Präsident des StuRa, konnten Eichler und Weder am Freitag als erste ihre druckfrische Karte entgegennehmen.

Angehörige beider Hochschulen nutzen schon jetzt zum Teil dieselben Angebote und Infrastrukturen und müssen sich dafür ausweisen können. Die neue Karte ist nicht nur Legi oder Mitarbeiterausweis, sondern dient auch als Mitgliederausweis für den Akademischen Sportverband Zürich (ASVZ) oder als Bibliothekskarte für den Bibliotheksverbund.

Ich bin auch eine Mobility-Karte

Mitglieder des Carsharing von Mobility können aus ihrer Karte zudem eine Mobility-Karte machen – für Universitätsangehörige wird dies allerdings erst im Sommer möglich sein. Wer nicht Mobility-Mitglied ist, kann sich zu vorteilhaften Bedingungen anmelden. Für ETH-Angehörige dient die Karte auch als VBZ-Ticket auf bestimmten Linien zwischen Zentrum und Hönggerberg, für Universitätsangehörige als VBZ-Ticket für den Shuttlebus zwischen Zentrum und Zürich-Nord.

Weitere Funktionen, wie zum Beispiel für die Zutrittskontrolle oder Schliessung von Gebäuden, sind geplant. Auch sind die Karten vorbereitet, dass man mit ihnen an Kopiergeräten, Automaten oder in den Mensen bezahlen könnte. Diese Funktion wird vorläufig aber noch nicht eingeführt.

Die Vorderseite ... (Bild: zVg)

«Hochschulmeile» als Hintergrund

Die Kartengrundlage ist für beide Hochschulen gleich gestaltet, einzig das Logo von Universität oder ETH unterscheidet die beiden Karten. Den Hintergrund bildet ein Modell der «Hochschulmeile» an der Rämistrasse mit den Hauptgebäuden von ETH und Universität. Darauf werden die Angaben zur Person, sowie ein Foto des Inhabers oder der Inhaberin gedruckt.

Ein Bereich der Karte ist wieder beschreibbar. Dort werden die Informationen zu Gültigkeit, Rolle oder ASVZ-Mitgliedschaft aktualisiert. Dies können die Studierenden und Mitarbeitenden selbständig an so genannten Validierstationen machen, die an zahlreichen Standorten in der ETH und der Universität aufgestellt sind.

Die einheitliche Lösung für Studierende und Mitarbeitende bringt handfeste Vorteile: Assistierende, die gleichzeitig als Doktorierende immatrikuliert sind, erhalten trotzdem nur eine Karte, auf der aber beide Rollen vermerkt sind. Rollenwechsel etwa vom Studierenden zum Mitarbeitenden können einfach auf der Karte aktualisiert werden. Eine neue Karte muss somit nur ausgestellt werden, wenn sich die Personalien des Inhabers ändern.

... und die Rückseite der «UZH-Card». (Bild: zVg)

Identisch, aber unabhängig

Zwar sind die UZH- und ETH-Karten von der Gestaltung und Technologie her gleich. Doch betrieben werden sie in zwei zwar identischen, aber unabhängigen Systemen. Es werden keine Daten zwischen den beiden Hochschulen ausgetauscht. In Zukunft ist es aber denkbar, dass Studierende mit ihrer Karte Zutritt zu Bibliotheken oder sonstigen Räume der anderen Hochschule erhalten, die sie im Rahmen eines gemeinsamen Studienganges benutzen.

In diesen Tagen werden die Karten per Post verschickt. Vor der ersten Verwendung müssen die Universitätsangehörigen ihre Karte an den Validierstationen aktivieren. Der Vorgang dauert nur wenige Sekunden. Studierende und Lehrbeauftragte müssen ihre Karte jedes Semester erneut validieren, Dozierende und Mitarbeitende einmal pro Jahr.

Theo von Däniken ist Redaktor von unipublic

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