unimagazin 4/03

Neues unimagazin zum Thema «Auf Leben und Tod»

Betreuung unheilbar kranker Menschen, Sterbehilfe, Depression - das Dossier «Auf Leben und Tod» des neuen unimagazins der Universität Zürich beschäftigt sich mit den Grenzen der menschlichen Existenz. Forschungsreportagen geben zudem Einblick in aktuelle Themen der Wissenschaft.

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unimagazin 4/03 (Bild: unicom)

Der Tod gehört heute zu unserem medialen Alltag. In vermittelter Form ist er omnipräsent. Die Situation ist paradox: Trotz seiner Allgegenwart hat er aber emotional an Bedeutung eingebüsst - für den Einzelnen ist er weniger fassbar geworden. «Der Tod hat seinen familiären Charakter verloren», diagnostiziert der Literaturwissenschaftler Christian Kiening im neuen unimagazin. Doch selbst wenn wir es heute weniger wahr haben wollen: Krankheit und Tod können jeden von uns jederzeit heimsuchen. Davon handelt das Dossier «Auf Leben und Tod».

Zu den gefürchtesten Krankheiten in der westlichen Welt gehört der Krebs. Die Krankheit tritt in unzähligen Formen und immer neuen Varianten auf: «Krebs ist nicht eine, sondern Hunderte von Krankheiten», sagt Molekularbiologe und Josef-Steiner-Preisträger Michael Hengartner. Deshalb braucht es zur Bekämpfung jeder Krebsart eine andere Strategie. Solche Strategien werden von den Forscherinnen und Forscher an der Universität Zürich entwickelt. Dank ihrer Arbeit lässt sich heute Krebs besser behandeln denn je. In vielen Fällen bleibt die Krankheit jedoch unheilbar. Für die Betroffenen und ihre Familien bedeutet dies vielfach einen lange Leidenszeit. Das Kompetenzzentrum Palliative Care am Zürcher Universitätsspital begleitet und unterstützt unheilbar kranke Menschen in der letzten Phase ihres Lebens. Im Gegensatz zur Sterbebegleitung ist die Sterbehilfe heftig umstritten. Mit den Argumenten pro und kontra Sterbehilfe beschäftigt sich ein Beitrag im neuen Heft. Kontrovers beurteilen Experten auch Ursachen und Therapien der Depression.

Mehr Transparenz in den Chefetagen: Künftig müssen die Bezüge von Verwaltungsräten und Mangern offen gelegt werden. Dies verlangt ein Expertenbericht unter Beteiligung der Universität Zürich. Mehr darüber lesen Sie in unserer Forschungsrubrik. Die juckende Plage Neurodermitis und die Entwicklung des Wohnmarktes sind weitere Forschungsthemen im aktuellen unimagazin.