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UZH Foundation

75 Millionen für die Wissenschaft

Die UZH Foundation blickt dank engagierten Stiftungen, Privatpersonen und Unternehmen auf ein Rekordjahr zurück. Mit 75 Millionen Franken warb sie 2025 den bisher höchsten Betrag an privaten Drittmitteln für die UZH ein, in enger Zusammenarbeit mit den UZH-Forschenden.
Marita Fuchs

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Mit «Giving Back» können Alumni, Freund:innen der Universität und andere Interessierte die UZH unterstützen. (Bild: UZH Foundation)

Warum spenden Privatpersonen, Stiftungen und Unternehmen für Forschung und Lehre? «Weil sie etwas für die Gesellschaft bewirken wollen, weil sie die Zukunft mitgestalten wollen», sagt Annelise Alig Anderhalden, CEO der UZH Foundation. «Die Forschung an der UZH trägt nachhaltig dazu bei, Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu finden.» Um die UZH dabei zu unterstützen, bringt die UZH Foundation Menschen zusammen, die selten direkt miteinander ins Gespräch kommen: Fördernde und Forschende.

Alig und ihr Team vernetzen engagierte Donator: innen mit Forscher:innen und schaffen damit Räume für Austausch über wissenschaftliche Fragestellungen und Förderbedarfe. So wird sichtbar, wo private Unterstützung zusätzliche Freiräume für die Forschung eröffnet. Dank ihres guten Überblicks über die Stiftungen und Unternehmen, die Forschung in unterschiedlichsten Disziplinen fördern, kann die UZH Foundation passgenaue Partnerschaften initiieren und begleiten.

Das bleibt nicht ohne Folgen: Mit 75 Millionen Franken an neu zugesagten privaten Spenden im Jahr 2025 erreichte die UZH Foundation den bisher höchsten Stand seit der Gründung der Stiftung im Jahr 2012.

Wenn Engagement Gestalt annimmt

Ein beträchtlicher Teil der privaten Förderung im Jahr 2025 floss in die medizinische Forschung und ermöglichte es, verstärkt auf individuelle Bedürfnisse von Patient:innen einzugehen.

Zum Beispiel ermöglicht eine Spende der Werner Siemens-Stiftung in Höhe von 8 Millionen Franken das Projekt «SonoGuard – Deep Tissue Wound Monitoring with Ultrasound Spectroscopy» am Ingenuity Lab. Hochauflösende Ultraschalltechnik hilft Ärzt:innen, die Heilung tiefer Gewebewunden präzise zu überwachen, Infektionen schneller zu erkennen und Therapien individuell anzupassen.

Ebenfalls im medizinischen Bereich angesiedelt ist die Spende der Citrin Foundation über 5 Millionen Franken für das Urea Cycle Disorders Translational Center am Universitäts-Kinderspital Zürich. Dort wird Laborforschung mit klinischer Praxis verknüpft, um seltene Stoffwechselerkrankungen besser zu verstehen und neue Therapien direkt zu den betroffenen Kindern zu bringen.

Auch Forschende im Bereich der nachhaltigen Landwirtschaft erhielten viel Unterstützung. So zum Beispiel Marcel van der Heijden, der zusammen mit seinem Team untersucht, wie die Pflanzen mit Hilfe von Pilzen statt mit schädlichen Pestiziden geschützt werden können.

Mobilität und Exzellenz

Einen der grössten Beiträge des Jahres erhielt mit der Spende von 12.7 Millionen Franken das neue «UZH Center for the Future of Personal Mobility». Forschende entwickeln hier mit finanzieller Unterstützung der Emil Frey Gruppe unter wirtschaftlichen, technologischen und gesellschaftliche Gesichtspunkten Konzepte, wie Mobilität sicherer, nachhaltiger und effizienter werden kann – von smarter Verkehrssteuerung über neue Fahrzeugkonzepte bis hin zu vernetzten Mobilitätslösungen.

Neben der Projektförderung spielt auch die Auszeichnung herausragender Forschung eine wichtige Rolle. Die Gretener-Thürlemann Stiftung spendete 3 Mio. Franken für den Aufbau und die Vergabe eines Forschungspreises. Mit dem Gretener-Thürlemann Preis werden exzellente wissenschaftliche Leistungen gewürdigt und sichtbar gemacht.

440 Millionen seit Gründung der UZH Foundation

Hinter dem Rekordjahr 2025 steht ein Team, das die UZH Foundation mit viel Engagement, Kreativität und strategischem Weitblick weiterentwickelt. Drei Unterstiftungen wurden 2025 in die UZH Foundation integriert, und mit Claudia Coninx-Kaczynski und Denise Tonella gewann die UZH Foundation zwei neue Stiftungsrätinnen mit viel Erfahrung in Medien und Kultur.

Mit dem neuen Förderinstrument «Giving Back» werden zudem zweckungebundene Mittel für die UZH eingeworben. Jeder Beitrag zählt – unabhängig von seiner Höhe. «Alumni, Freund:innen der Universität und andere Interessierte, können etwas zurückzugeben – mit einer jährlichen Spende unterstützen sie dringende Forschungsprojekte und die Arbeit der UZH Foundation» sagt Alig.

Die Gesamtbilanz über die Jahre kann sich sehen lassen: 2700 Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen haben die UZH seit 2012 unterstützt. Vermittelt durch die UZH Foundation haben sie zusammen über 440 Millionen Franken zur Förderung von Forschung und Lehre beigetragen.