Campus

Grundsteinlegung an der Plattenstrasse

Das Institut für Betriebswirtschaftslehre und das Institut für Banking und Finance erhalten Ende 2018 ein neues Zuhause. Gestern fand die Grundsteinlegung an der Plattenstrasse statt. Damit ist der erste Meilenstein für das Projekt «Stadtuniversität UZH – Bauen für Bildung und Forschung» gesetzt.

Adrian Ritter

Plattenstrasse Bildergalerie
Grundsteinlegung: Sebastian Brändli, Amtschef des kantonalen Hochschulamtes, Michael Hengartner, Rektor UZH, Harald Gall, Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und Matthias Haag, Kantonsbaumeister. (Bild: Frank Brüderli)

 

Das Institut für Betriebswirtschaftslehre der UZH ist im Moment mehrheitlich am Standort Oerlikon angesiedelt. Das Institut für Banking und Finance ist auf sechs Gebäude im Zentrum und in Oerlikon verteilt. Das soll sich Ende 2018 ändern. Dann werden die beiden Institute vollständig an die Plattenstrasse 14 ziehen.

Weil der Platz zunehmen eng wurde und sich die Gebäude teilweise in einem desolaten Zustand befinden, beschloss die Universitätsleitung, das bestehende Gebäude der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an der Plattenstrasse 14 mit einem Erweiterungsbau zu vergrössern.

Gleichzeitig unternimmt die Universität Zürich damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur «Stadtuniversität UZH». Dabei will sich die UZH mittelfristig auf zwei Standorte konzentrieren – Zentrum und Irchel. 

Die Bauarbeiten an der Plattenstrasse 14 haben im Frühjahr begonnen. Gestern fand die feierliche Grundsteinlegung statt (vgl. Kasten und Bildergalerie). Das Fundament des Erweiterungsbaus ist errichtet, von jetzt an wird in die Höhe gebaut. 3300 Quadratmeter zusätzlicher Fläche werden dadurch entstehen – für 150 Büroarbeitsplätze, zusätzliche Sitzungszimmer, eine vergrösserte Bibliothek, 120 Arbeitsplätze für Studierende und Begegnungsräume.

«Cleveres Projekt»

Kantonsbaumeister Matthias Haag zeigte sich begeistert über das Projekt des jungen Architekturbüros Gunz & Künzle aus Zürich. Es sei ein «sehr cleveres Projekt», welches das Grundstück neben dem bestehenden UZH-Gebäude sinnvoll nutze und gleichzeitig gut ins Quartierbild passe.

Die 17,5 Millionen Franken für den Erweiterungsbau seien gut investiert, sagte Sebastian Brändli, Amtschef des kantonalen Hochschulamtes. Die UZH sei ein wichtiger Teil des Wissenschaftsplatzes Zürich – und dieser wiederum für den Kanton ein gewichtiger Standortvorteil.

UZH-Rektor Michael Hengartner zeigte sich sehr erfreut, dass die Universität Zürich diesen Erweiterungsbau in Angriff nehmen könne: «Wir wollen ein vielfältiges, lebendiges «Haus der Wissenschaft» sein und den weltweit besten Forschenden eine hervorragende Infrastruktur bieten.» Die UZH-Wirtschaftswissenschaften seien auf dem internationalen Parkett erfolgreich – im aktuellsten Ranking auf Platz 1 im deutschsprachigen Raum. «Mit dem Erweiterungsbau legen wir die Basis dafür, dass die Forschenden weiterhin mit den weltweit Besten mithalten können», so Hengartner.

Ideen austauschen

«Je mehr Ideen ausgetauscht werden, umso mehr Kreativität kann entstehen», zeigte sich Harald Gall, Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, überzeugt. Der Erweiterungsbau ermögliche es, unterschiedliche Teams und Disziplinen unter einem Dach zu vereinen, sorge für kurze Wege und Begegnungsräume. Zudem stärke das gemeinsame «Zuhause» das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Ein noch grösseres Synergiepotenzial wird das Projekt «Stadtuniversität UZH» schaffen. Am Standort Zentrum sollen mittelfristig die Wirtschaftswissenschaften, die klinische Medizin, die Rechtswissenschaften und die Philosophie angesiedelt sein. Damit sollen Synergien auch über die Fakultätsgrenzen hinweg gefördert werden.

 

Ein Grundstein für kommende Generationen

Projektunterlagen zum Neubau, ein Oec Magazin frisch ab Presse, die ausgedruckten Reden, die neuesten Ausgaben von UZH Journal und UZH Magazin und anderes mehr: All dies legten die Redner der gestrigen Grundsteinlegung nach ihren Ausführungen in eine Metallbox – die sogenannte Grundsteinbox. Diese wurde daraufhin mit Beton bedeckt (vgl. Bildergalerie). Diesen «Grundstein» genannten Betonquader werden die Bauleute in den nächsten Tagen ins Fundament des Neubaus integrieren. Wenn kommende Generationen an dieser Stelle dereinst neue Bauprojekte beginnen, stossen sie beim Abriss der alten Gebäude damit auf Dokumente, die ihnen Auskunft geben über die früher erstellten Bauten und den damaligen Zeitgeist. 

Adrian Ritter ist Redaktor von UZH News.

Kommentar schreiben

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Unberücksichtigt bleiben insbesondere anonyme, ehrverletzende, rassistische, sexistische, unsachliche oder themenfremde Kommentare sowie Beiträge mit Werbeinhalten.

Anzahl verbleibender Zeichen: 1000