Zentralstelle der Studentenschaft

Übergangslösungen nach dem Konkurs

Die Universitätsleitung setzt sich für Übergangslösungen nach dem Konkurs der Zentralstelle der Studentenschaft (ZSUZ) ein. Eine Arbeitsgruppe mit Beteiligung von Studierenden klärt nun, welche der bisherigen Services der ZSUZ für das Studium notwendig sind und wie diese angeboten werden können.

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Mit dem Konkurs der ZSUZ schliesst auch der Laden an der Schönberggasse (im Bild).

 

Gestern Montag wurde über die Zentralstelle der Studentenschaft (ZSUZ) der Konkurs eröffnet. Betroffen davon sind 28 Mitarbeitende. Erwartet wird, dass das Konkursamt Hottingen die Angebote der ZSUZ wie die zwei Studentenläden, die zwei Kioske und die Druckerei im Zentrum und am Irchel, die Multifunktionsgeräte zum Scannen, Kopieren und Drucken sowie «Campus Career» bald einstellen wird.

Unabhängig von der UZH

Die ZSUZ erbrachte Dienstleistungen für Studierende der UZH und andere Kunden. Sie ist eine von der UZH rechtlich unabhängige Stiftung und für die strategische und operative Geschäftsführung selbst verantwortlich. Sie hat für die Läden, die Kioske, die Druckerei und Büros Flächen bei der UZH gemietet und Infrastrukturleistungen (Netzinfrastruktur und E-Mail-Domäne der UZH) bezogen. Eine Zusammenarbeit zwischen UZH und ZSUZ bestand im Bereich Merchandising: In den Studentenläden hat die ZSUZ Artikel mit UZH-Logo wie Tassen, Schirme, T-Shirt oder Kugelschreiber auf eigene Rechnung verkauft. Die Nachfrage nach vielen Angeboten (z.B. Druck, Skripte, Buchhandel, Papeterie und Kioskartikel) ist vor allem als Folge der weiter zunehmenden Digitalisierung in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Gleichzeitig hat der Wettbewerbsdruck weiter zugenommen.

Wie die Universitätsleitung mitteilt, bedauert sie den Konkurs der ZSUZ sehr. Sie hat im Vorfeld der Konkursmeldung intensiv geprüft, ob sie die Stiftung nicht retten könnte. Sie hat sich gegen eine Unterstützung entschieden, weil sie selbst haushälterisch mit ihren Mitteln umgehen muss und nicht den defizitären Betrieb einer unabhängigen Stiftung sanieren kann. Hierfür besteht auch keine gesetzliche Grundlage.

Klarheit über studienrelevante Angebote schaffen

Der Universitätsleitung ist es ein Anliegen, dass die Studierenden in ihrem Studium durch den Konkurs nicht beeinträchtigt werden. Sie hat darum eine Arbeitsgruppe mit Beteiligung des Verbandes der Studierenden VSUZH eingesetzt, die von Prorektor Michael Schaepman geleitet wird. Diese klärt nun ab, welche der bisherigen Dienstleistungen der ZSUZ für ein Studium notwendig sind, und wie diese weiterhin angeboten werden können. Angenommen wird, dass einzelne Multifunktionsgeräte (Kopierer, Ausdrucken, Scannen) an gewissen UZH-Standorten einem Bedürfnis entsprechen und kostendeckend betrieben werden können. Was mit den Kiosken und den Studentenläden passieren wird, ist noch offen. Für den Kauf von Skripten und Prüfungsblöcken sucht die Arbeitsgruppe nach Alternativen. Im Bereich Arbeitsvermittlung und Laufbahnberatung verfügt die Universität Zürich mit UZH Alumni und Career Services UZH bereits über ein gutes Angebot.

2 Leserkommentare

Ernst Derlage schrieb am Lösung = RAV Dank an Hans Rudolf Schelling. Leider interessieren sich auch in der Realität prozentual so viele Menschen für die Angestellten, wie hier in den Kommentaren.
Hans Rudolf Schelling schrieb am Lösung für Personal? Das Ende der ZSUZ ist ein grosser Verlust für Studierende und Mitarbeitende der UZH, vor allem aber auch für die Mitarbeitenden der ZSUZ selber. Ich hoffe, dass auch für diese eine gute Lösung gefunden werden kann, wenn nötig unter Mitwirkung von Arbeitnehmenden-Organisationen!

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