Neue Fellowships für Postdocs
Eine grosszügige Spende ermöglicht es der Universität Zürich (UZH), ab diesem Jahr das Sylvia Isobel Willener Fellowship Programm auszurichten. Es bietet talentierten Postdoktorierenden einen zweijährigen Forschungsaufenthalt in Zürich.
Die ersten Empfänger:innen dieses Förderinstruments sind:
Stefano Bonciolini
Forschungsprojekt:
SELECTive by Design: Programmable Desulfurative Editing of Multi-Site Cysteines in Chemical Protein Synthesis
Proteine erfüllen in der Natur wichtige Funktionen. Mithilfe chemischer Verfahren lassen sich Modifikationen vornehmen, die ihr therapeutisches Potenzial steigern. Viele der derzeitigen Ansätze sind jedoch nach wie vor ungenau oder unpraktisch. Durch die Entwicklung einer programmierbaren Methode, mit der Proteinen neue Eigenschaften verliehen werden können, soll dieses Projekt die Entwicklung zukünftiger therapeutischer Behandlungen beschleunigen.
Supervisorin: Prof. Nina Hartrampf
Einheit: Institut für Chemie
Miguel de Celis
Forschungsprojekt:
Deciphering Plant–Microbiome Mechanisms for Crop Resilience under Warming - RhizoWarm
Die Klimaerwärmung bedroht weltweit den Pflanzenanbau. Die Nutzung vorteilhafter Pflanzen-Mikroben-Interaktionen bietet eine nachhaltige Strategie zur Steigerung der Produktivität und Widerstandsfähigkeit. Das RhizoWarm-Projekt wird untersuchen, wie sich die Interaktionen zwischen Pflanzen und dem Mikrobiom durch die Erwärmung verändern. Dazu werden Langzeitfeldversuche, Gewächshausversuche zur Simulation extremer Temperaturereignisse und Vorhersagemodelle kombiniert. So werden Strategien ermittelt, wie Bodenmikrobiome genutzt werden können, um die Widerstandsfähigkeit von Nutzpflanzen zu verbessern und eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern.
Supervisor: Prof. Marcel van der Heijden
Einheit: Institut für Pflanzen- und Mikrobiologie
Maya Polovitskaya
Forschungsprojekt:
Cryo-EM and Electrophysiology Reveal Native VRAC Subunit Arrangement and Activation Mechanisms
Volumenregulierte Anionenkanäle (VRACs) sind molekulare Poren für Chlorid und kleine Moleküle. Sie kommen in allen Säugetierzellen vor. VRACs bestehen aus bis zu fünf verschiedenen Proteinsubeinheiten, und ihre Zusammensetzung beeinflusst ihre Selektivität, Aktivierungseigenschaften und Regulation. Mithilfe von Kryo-Elektronenmikroskopie und Elektrophysiologie wird dieses Projekt native VRAC-Komplexe charakterisieren, die für ihre vielfältigen Funktionen wie die Regulierung der Insulinfreisetzung oder die antivirale Immunität relevant sind.
Supervisor: Prof. Raimund Dutzler
Einheit: Biochemisches Institut