Open Access

«HOPE» für gebührenfreie Journals

Die Fachzeitschrift für Kommunikationswissenschaft SComS ist seit kurzem gebührenfrei auf der UZH-Plattform «HOPE» abrufbar. Das Journal wechselte vom renommierten Elsevier-Verlag zur Hauptbibliothek der UZH. Ein Modellbeispiel für den Wandel hin zu Open Access.

Stefan Stöcklin2 Kommentare

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Christian Fuhrer: «Die HOPE-Plattform hilft uns, Open-Access-Zeitschrften weiter zu etablieren.» (Bild: Frank Brüderl)

 

Als «Modellbeispiel» für die Transformation Richtung Open Access bezeichnet Christian Fuhrer, Leiter des Open-Access-Teams, den Wechsel der Zeitschrift «Studies in Communication Sciences» (SComS) auf die Plattform «HOPE»* der Hauptbibliothek der Universität Zürich.

Zum einen, weil damit eine etablierte und hochkarätige Zeitschrift, die zuletzt bei einem Grossverlage erschien, auf Open Access umstellt. Dies zeige, dass bei den Herausgebern und Forscherinnen und Forschern Nachfrage für dieses Publikationsmodell bestehe. Zum anderen freut sich Fuhrer für die Anerkennung der Service-Plattform «HOPE»: «Dies wird uns helfen, die Plattform zur Veröffentlichung von Open-Access-Zeitschriften weiter zu etablieren.»

Erst diese neue Service-Plattform an der Universität Zürich ermöglichte den Wechsel der gebührenpflichtigen Zeitschrift vom Verlag Elsevier auf den frei zugänglichen Server. HOPE wird damit zum Träger einer international bekannten und renommierten Fachzeitschrift. Sie wird von der Schweizerischen Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft (SGKM) zusammen mit der Fakultät für Kommunikationswissenschaften der Università della Svizzera italiana herausgegeben.

Die Zeit ist reif

Im Namen des Redaktionsteams dankt Sara Greco in der ersten Open-Access-Ausgabe dem Verlagshaus Elsevier für die vergangene vierjährige Zusammenarbeit. Doch nun sei der Moment gekommen, sich der Zukunft zu öffnen. «Das Open-Access-Modell von HOPE ist wichtig für uns, weil es Erkenntnisse aus der Kommunikationsforschung für jede und jeden zugänglich macht», freut sich Greco. Damit könne die Forschung ihrer Bedeutung für die Gesellschaft gerecht werden. Parallell dazu wird die Zeitschrift in gedruckter Form vom Schweizer Verlag Seismo vertrieben und liegt weiterhin in den Bibliotheken auf.

Die 2016 etablierte Plattform HOPE zielt darauf ab, den sogenannten Goldenen Weg von Open Access zu fördern. Er bedeutet die Veröffentlichung von wissenschaftlichen Originalpublikationen mittels Open Access, sei es als einzelne Artikel oder in Form ganzer Zeitschriften.

Demgegenüber steht der grüne Weg, das heisst die Zweitveröffentlichung in einem öffentlichen Repositorium nach einer Publikation in einer traditionellen Zeitschrift wie zum Beispiel ZORA der UZH. HOPE erlaubt es den Forscherinnen und Forschern der UZH, eigene Zeitschriften zu gründen und zu publizieren oder bestehende Journals auf die Plattform zu migrieren.

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Die Zeitschrift für Kommunikationswissenschaften steht als Open-Access-Publikation allen Interessierten offen.

Tools und Server stehen zur Verfügung

Alle nötigen Tools werden von der HBZ zur Verfügung gestellt, basierend auf Server-Dienstleistungen der Zentralen Informatik. Das Hosting ist bis auf Weiteres für UZH-Forschende kostenlos. Zurzeit werden auf dem Server neben der Zeitschrift «SComS» drei weitere Zeitschriften Open Access angeboten, eine weitere ist in Vorbereitung.

Hocherfreut über das Angebot zeigt sich auch Gabriele Siegert, Prorektorin Geistes- und Sozialwissenschaften der UZH. Als ehemalige SGKM-Präsidentin begrüsst sie die Kooperation der Hauptbibliothek mit der Zeitschrift für Kommunikationswissenschaften. Und ermuntert alle Forscherinnen und Forscher, ihre wissenschaftlichen Artikel Open Access zu publizieren.

 

*Der Akronym HOPE steht für Hauptbibliothek Open Publishing Environment

Stefan Stöcklin, Redaktor UZH News

2 Leserkommentare

Philipp Bachmann schrieb am Re: HOPE: Wie ist das Peer Review Organisiert? Sehr geehrter Herr Blanckenhorn Als Journal Manager von SComS erlaube ich mir, Ihre Frage zu beantworten. Ja, es gibt ein Webportal. HOPE bietet uns eine Website mit integrierter Editorial Management Plattform bereit. Diese Plattform erlaubt es den Autorinnen und Autoren, Ihre Artikel einzureichen, und uns, ein Double Blind Review durchzuführen. Das funktioniert gut. Und bald soll es auch eine neue Version geben, dann wird alles ein bisschen moderner aussehen. Bei Fragen können Sie sich gerne an mich wenden. Freundliche Grüsse Philipp Bachmann
Wolf Blanckenhorn schrieb am HOPE: Wie ist das Peer Review Organisiert? Wie ist das Peer Review organisiert? Gibt es dazu (auch) ein Webportal? Aus meiner Sicht ist dies das Wichtigste. Wolf Blanckenhorn

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