Hochschulgebiet Zürich Zentrum

Im Dialog mit der Öffentlichkeit

Die UZH und ihre Projektpartner messen bei der Weiterentwicklung des Hochschulgebiets Zürich Zentrum dem Austausch mit der Bevölkerung einen hohen Stellenwert bei. An einer Informationsveranstaltung gestern Donnerstag konnten sich Interessierte ein Bild vom Stand des Projektes machen und ihre Voten einbringen.

Kommunikation

Podium
Podium
Stellten sich den Fragen von Anwohnerinnen und Anwohnern (v.l.): Peter Bodmer, Direktor Immobilien und Betrieb der UZH (ad interim), UZH-Rektor Michael Hengartner, Regierungsrat Markus Kägi, Stadtrat André Odermatt und Martin Waser, Spitalrats-Präsident des USZ. (Bild: Frank Brüderli)

 

Die Universität Zürich (UZH) will auch in Zukunft innovative Lehre und Forschung betreiben und muss daher heute die Erneuerung ihrer baulichen Infrastruktur in die Wege leiten. «Die UZH hat einen grossen Nachholbedarf bei der Entwicklung ihrer baulichen Infrastruktur», sagte UZH-Rektor Michael Hengartner. Er betonte die Bedeutung des Dialogs zwischen Hochschulen, Universitätsspital, Stadt, Kanton und der Quartierbevölkerung im Hinblick auf die Gestaltung des zukünftigen Hochschulquartiers. Der fortlaufende Dialog sei eine wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige Planung. 

Gefragt, worin der Nutzen des Projekts für künftige Studierende bestehe, hob Hengartner die Vorteile einer Zusammenführung der bisher verstreuten Standorte der UZH an den beiden Hauptstandorten Zentrum und Irchel hervor: Kürzere Wege und eine zeitgemässe Lerninfrastruktur würden die Attraktivität der UZH für Studierende in Zukunft deutlich steigern.

Gut besuchte Veranstaltung
Gut besuchte Veranstaltung
Die gut besuchte Informationsveranstaltung zum Stand des Projektes Hochschulgebiet Zürich Zentrum fand im Auditorium Maximum an der ETH Zürich statt. (Bild: Frank Brüderli)

Bis die Bagger im Hochschulquartier Zürich Zentrum auffahren können, stehen aber noch einige Planungsarbeiten an. So gilt es derzeit die beiden im letzten Jahr angelaufenen Architekturwettbewerbe zum «Kernareal USZ» sowie «Forum UZH» abzuschliessen. Diese laufen trotz hängiger Rekurse aus dem Quartier bis zum definitiven Entscheid des Verwaltungsgerichts Ende Jahr weiter, wie Regierungsrat Markus Kägi auf dem Podium erklärte. Er stellte klar, dass die Aufhebung von drei festgesetzten Gestaltungsplänen durch das Baurekursgericht im März – zumindest im Moment – keine Konsequenzen für die aktuelle Bauphase habe.

Wunsch nach detaillierten Visualisierungen

Auf den Wunsch nach detaillierteren Visualisierungen der geplanten Bauten im Hochschulquartier angesprochen, warb Peter Bodmer, Direktor Immobilien und Betrieb der UZH, noch um etwas Geduld: Dazu müssten erst noch die Ergebnisse der Architekturwettbewerbe abgewartet werden. Diese sind derzeit in vollem Gang, die Resultate werden im Dezember präsentiert. Für das zukünftige «Forum UZH» zum Beispiel arbeiten seit März diesen Jahres 11 Architekturteams ihre Vorschläge aus.

Studierende im Publikum
Studierende im Publikum
Lukas Buser Co-Präsident des VSUZH brachten die studentische Sicht in die Diskussion ein. (Bild: Frank Brüderli)

 

Weitere Wortmeldungen von Quartierbewohnerinnen und -bewohnern bezogen sich unter anderem auf die Höhe der Neubauten, die Verkehrs- und Parkplatzplanung und die Beeinträchtigung des Hochschulquartiers durch die bevorstehenden Bauarbeiten. «Was bekommt die Quartierbevölkerung als Ausgleich für den Baustellenlärm?», lautete eine der Fragen. Die Antwort gab Stadtrat André Odermatt: Er zeigte, wie hoch die Qualitätskriterien sind, die für die Gestaltung des öffentlichen Raums im Quartier festgelegt wurden. Er verwies dabei auf das kürzlich fertiggestellte «Weissbuch», das diesbezüglich Eckpunkte und Richtlinien formuliert, sowie auf den«Studienauftrag Stadtraumkonzept».

Das letzte Wort der Veranstaltung hatte ein Vertreter der jungen Generation. Lukas Buser, Co-Präsident des VSUZH, zeigte sich erfreut darüber, dass die Zukunft der UZH im Herzen der Stadt geplant werde. «Für Studierende bedeutet die enge räumliche Verbindung von Stadt und Universität einen enormen Vorteil», sagte Buser.

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