Update zum Prozess «Erweiterung Universitätsleitung»

Die Universitäre Medizin stärken

Um den rasanten Entwicklungen der Universitären Medizin zu begegnen, schafft die Universität Zürich ab August 2017 ein eigenes Prorektorat für Medizin.

Marita Fuchs

Die Medizin erlebt eine rasante Entwicklung: Neue Technologien und die Digitalisierung ermöglichen Innovationen in Prävention, Diagnose und Therapie. Die Entschlüsselung des Genoms und die Schaffung von Ersatzorganen durch Tissue Engineering sind nur zwei der unzähligen neuen Möglichkeiten der Universitären Medizin. Wichtig sei dabei eine möglichst intensive niederschwellige Interaktion der klinischen und der Grundlagenwissenschaften, sagt Christoph Hock, Prorektor Medizin und Naturwissenschaften.

Die Universitätsleitung wolle sicherstellen, dass die Medizinische Fakultät, die Universitären Spitäler, die medizinnahen Bereiche der ETH Zürich und die übrigen im Grossraum Zürich situierten Akteure im Gesundheitsbereich intensiver als bisher zusammenspannten, betont Rektor Michael Hengartner. So sollen die Synergien im Bereich Forschung, Lehre und Versorgung genutzt und das Netzwerk Universitäre Medizin Zürich (UMZH) weiter gestärkt werden – Aktivitäten, die eine starke Koordination und somit ein verstärktes Engagement der Universitätsleitung erfordern.

Der Kantonsrat hat dazu bereits vor einem Jahr die Einsetzung eines Direktors/ einer Direktorin UMZH als zusätzliches Mitglied der Universitätsleitung beschlossen.

Ein zusätzliches Prorektorat

Bis zum Abschluss aller rechtlichen Anpassungen und politischen Konsensfindungen, hat der Universitätsrat beschlossen, ein «Prorektorat Medizin» zu schaffen. Christoph Hock wird per 1. August 2017 das Amt des Prorektors Medizin übernehmen. Zudem wird das bisherige Prorektorat Medizin und Naturwissenschaften – aktuell unter der Leitung von Professor Christoph Hock – per 1. August 2017 aufgeteilt. Das «Prorektorat Veterinärmedizin und Naturwissenschaften», kurz VNW, wird für die Vetsuisse-Fakultät und die  Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät zuständig sein sowie grundsätzlich die gesamtuniversitären Querschnittsbereiche des bisherigen Prorektorats MNW übernehmen.

Die Koordination der Technologieplattformen sowie die Leitung der Forschungs- und Nachwuchsförderung (ohne klinische Forschungsschwerpunkte) werden also künftig beim Prorektorat VNW angesiedelt sein. Dem Prorektorat Medizin werden die Geschäfte der medizinischen Fakultät und die Hochschulmedizin Zürich zugeordnet. Zudem soll der Bereich «Koordination UMZH» ausgebaut werden. Die beiden Prorektorate werden eng zusammenarbeiten, um die Interaktion im Life Science Bereich auch weiterhin sicherzustellen, betont Hock.

Übergangslösung bis zum Direktorium

Der Universitätsrat sieht das Prorektorat Medizin als Übergangslösung, bis zur Einsetzung der neuen Organisationsstruktur mit dem/ der Direktor/in UMZH. Er/ sie  wird mit anderweitigen Kompetenzen zu den heutigen Prorektoren/ Prorektorinnen ausgestattet werden. Mit der öffentlichen Ausschreibung dieses Amtes wird 2018 gerechnet.

Prorektorin / Prorektor Veterinärmedizin und Naturwissenschaften: Vom Senat nominiert, vom Universitätsrat ernannt

Um die Bewerberinnen und Bewerber für das neu zu besetzende Amt Prorektorin/ Prorektor VNW zu prüfen, hat der Universitätsrat eine Findungskommission eingesetzt. Mitte November hat die Findungskommission erstmals getagt und das Anforderungsprofil festgelegt: Die Prorektorin oder der Prorektor VNW soll eine exzellente wissenschaftliche Reputation haben, sich für die Belange der Vetsuisse-Fakultät und der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät interessieren und sich zudem der besonderen Verantwortung für den Querschnittsbereich Forschung und Nachwuchsförderung bewusst sein.

Bewerben können sich alle Professorinnen und Professoren der UZH, die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. Dezember 2016. Als neues Mitglied der Universitätsleitung wird der/ die Prorektor/in VNW am 8. Mai 2017 vom Senat nominiert, vom Universitätsrat ernannt und soll im August 2017 die Arbeit aufnehmen.

Marita Fuchs, Redaktorin UZH News

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