Manifesta 11

Farbige Eröffnung der Manifesta an der UZH

Mit einer grossen Party im und vor dem Hauptgebäude der Universität wurde am Freitagabend die Kunstbiennale Manifesta 11 eröffnet. Rektor Michael Hengartner durfte viel Prominenz und eine bunte Schar internationaler Künstler und Kunstliebhaber begrüssen.

Theo von Däniken

Michael o. Hengartner, Manifesta-Eröffnung Bildergalerie
Eröffnungsfeier der Manifesta 11 an der UZH mit viel Prominenz und einer bunten Schar internationaler Künstler und Kunstliebhaber.

 

Zu Beginn regnete es Geld, gefälschte «Money-Festa»-Noten mit dem Portrait von Kurator Christian Jankowski darauf. «What people do for money – some joint ventures»: Unter diesem Titel lud Jankowski in Zürich Künstlerinnen und Künstler ein, gemeinsam mit Berufsleuten Projekte zu entwickeln, die nun in den kommenden 100 Tagen an den Ausstellungsorten der Manifesta, aber auch verstreut in der ganzen Stadt, zu sehen sein werden.

Er führe sozusagen ein joint venture mit sich selber, sagte Bundesrat Alain Berset in seiner Begrüssungsansprache. Als Innenminister ist er sowohl für die Kultur, als auch für die Lebensmittelsicherheit und das Veterinärwesen zuständig. Zwei Welten, die sich in der Zusammenarbeit des belgischen Künstlers Guillaume Bjil mit der Hunde-Stylistin Jacqueline Meier treffen.

Wie wohl ein joint venture eines Künstlers oder eine Künstlerin mit einem Politiker, einer Politikerin aussehen würde, fragte sich Stadtpräsidentin Corine Mauch. Würde dabei etwa eine Strassenlampe herauskommen, die oben möglichst hell leuchte, unten aber von den Hunden angepinkelt werde? Oder eher ein leerer Schiffscontainer, der alle Erwartungen und Wünsche aufnehme, die an Exekutivpolitiker herangetragen werden?

Überraschung sei für sie das spannendste Element der Kunst, erklärte Mauch. Überraschend war für Jankowski der Geldregen zu Beginn, Improvisation erhob er zum Leitthema seiner Begrüssung. Improvisieren musste er auch bei der geplanten Schlüsselübergabe. Denn der Schlüssel steckte während der Feier noch im zürcherischen Feierabendverkehr fest. So erhielt Corine Mauch als Ersatz ein «Grabber» – Greifer – genanntes Werkzeug, mit dem sich bequem allerlei von der Strasse auflesen lässt. Sei dies Abfall oder seien es Geldnoten.

Die Universität Zürich beteiligt sich mit der Ausstellung «Transactions» an den Parallel Events der Kunstbiennale Manifesta 11. Die vom Graduate Campus organisierte Ausstellung bringt Kunst und Nachwuchsforschung zum Manifesta-Thema «What People do for Money» zusammen und dauert vom 11. Juni bis 10. Juli. Zur Ausstellung findet zudem eine Reihe von Veranstaltungen mit Gesprächen zwischen Künstlern und Wissenschaftlern, Performances, Konzerten, etc. statt. Das Programm finden Sie auf der Website www.manifesta11.uzh.ch.

Theo von Däniken ist Mitarbeiter der Abteilung Kommunikation

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