Neues UZH Magazin

Die Zeit. Vom Takt des Lebens

Das neue UZH Magazin unternimmt eine Reise durch die Zeit: Vom Big Bang über das mittelalterliche Japan und die Renaissance bis ins Hier und Jetzt und gleich noch in die Zukunft. Und es fragt danach, was das Wesen der Zeit ausmacht und welche Bedeutung Zeit für unser Leben hat.

Kommunikation

Cover
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Wie die Zeit verstreicht im Bild dokumentiert: Langzeitbelichtung des Central in Zürich. (Bild: Alessandro Della Bella)

 

Bereits Augustinus beschäftigte sich mit dem Wesen der Zeit. Wenn er nicht gefragt werde, was Zeit sei, wisse er es genau, schrieb der spätantike Denker. Doch, werde er danach gefragt, wisse er es nicht mehr. In der Tat ist die Zeit ein schwer fassbares Phänomen, wie unsere Recherchen im Dossier dieses UZH Magazins zeigen. Trotzdem hat die Zeit und unser Umgang mit ihr ganz reale Konsequenzen – für unser alltägliches Leben genauso wie für die Wissenschaft.

Der sinnvolle Umgang mit Zeit wird in einem Arbeitsumfeld, dass sich ständig beschleunigt, immer herausfordernder. Deshalb sei es wichtig, sich realistische Ziele zu setzen und seine Arbeit vorausschauend zu planen, sagt der Arbeitspsychologe Martin Kleinmann. Damit lässt sich auch dem Ausbrennen am Arbeitsplatz vorbeugen.

Lerchen und Eulen

Nicht nur die Zeitnot im Büro kann unseren Körper belasten, sondern auch Schichtarbeit oder Interkontinentalflüge. Beide bringen unsere innere Uhr durcheinander. Denn wir sind getaktete Wesen – die biologischen Prozesse in unserem Körper laufen bis in die einzelnen Zellen nach einem bestimmten Rhythmus ab. Dieser ist aber nicht bei allen Menschen gleich. Deshalb stehen die so genannten Lerchen unter uns morgens früh und gerne auf, während die anderen, die Eulen, nachtaktiv sind. Chronobiologen an der UZH erforschen diese Prozesse.

Wie schon Augustinus machen sich heute Physiker und Philosophen Gedanken über das flüchtige Wesen der Zeit. Mit seiner Relativitätstheorie begrub Albert Einstein die Vorstellung, dass zwei entfernte Ereignisse gleichzeitig passieren können, und revolutionierte so unser Bild der Zeit.. Das Vergehen der Zeit ist demnach abhängig von unserem Standpunkt und von der Geschwindigkeit, mit der wir uns bewegen. Doch: Wann beginnt die Zeit? Markiert der Urknall wirklich deren Anfang? Und wann wird sie enden? Solche Fragen diskutieren der Philosoph Hans-Johann Glock und der Physiker Titus Neupert im aktuellen Dossier. 

Neun Jahre im Dschungel

Seine ganz eigene Zeiterfahrung hat Carel van Schaik gemacht: Während rund neun Jahren hat der Anthropologe im Dschungel Sumatras verbracht, um Orang-Utans zu erforschen. Heute denkt er an der UZH darüber nach, wie im Lauf der Evolution aus Affen Menschen geworden sind und was uns heute von unseren nächsten Verwandten unterscheidet. Im neuen UZH Magazin wird Carel van Schaik porträtiert.

 

Talk im Turm am 15. Januar 2018

In der Renaissance, vor mehr als fünfhundert Jahren, wurde das Fundament der Moderne gelegt, sagt Bernd Roeck. Der Historiker hat zu dieser bedeutenden Wendezeit ein monumentales Buch geschrieben. Vor mehr als Hundert Jahren hat Albert Einstein die Physik, aber auch unsere Vorstellung von der Zeit revolutioniert. Seither werden von Wissenschaftlern etwa Zeitreisen in Zukunft und Vergangenheit diskutiert, wie Physiker Titus Neupert weiss. Im Talk im Turm diskutieren Bernd Roeck und Titus Neupert mit den Redaktoren des UZH Magazins, Thomas Gull und Roger Nickl über historische und physikalische Zeit und Zeiten.

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