Internationale Beziehungen

UZH vertieft Kooperation mit der Freien Universität Berlin

Die Universität Zürich will sich noch internationaler ausrichten. Im Rahmen von strategischen Partnerschaften vertieft sie die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre mit ausgewählten Hochschulen. Gestern unterzeichnete die Universitätsleitung ein erstes Abkommen dieser Art mit der Freien Universität Berlin.

Adrian Ritter

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Neue Strategische Partnerschaft der Freien Universität Berlin und der UZH: Peter-André Alt und Michael Hengartner bei der Vertragsunterzeichnung in Berlin. (Bild: Bernd Wannenmacher)

Die Universität Zürich vertieft im Rahmen ihrer Internationalisierungsstrategie 2014 – 2020 die Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen im Ausland. «Strategische Partnerschaften» lautet das Zauberwort. Damit will die Universitätsleitung mit ausgewählten Hochschulen im Ausland bereits bestehende Kooperationen in Forschung, Lehre und den Austausch auf Verwaltungsebene vertiefen.

«Das Ziel ist eine langfristige, nachhaltige und vielschichtige Vernetzung. Die Freie Universität Berlin ist eine ideale Kandidatin dafür – sie ist der UZH in vielen Aspekten ähnlich und es bestehen bereits zahlreiche Kooperationen», sagt Rektor Hengartner. Beide Hochschulen sind forschungsstarke Volluniversitäten mit einem breiten Fächerangebot und rund 25'000 (UZH) beziehungsweise 31'000 (Freie Universität Berlin) Studierenden.

Schon heute kooperieren UZH und Freie Universität Berlin bei mehr als 30 gemeinsamen Forschungsprojekten – etwa in der Germanistik, Psychologie, Medizin und den Life Sciences. Zudem bestehen in zahlreichen Fächern Abkommen zum Studierendenaustausch, die regelmässig genutzt werden.

Der Präsident der Freien Universität Berlin, Peter-André Alt, hob hervor:«Die UZH ist unser stärkster nichtdeutscher Partner bei gemeinsamen Veröffentlichungen. Beide Universitäten verfügen über sehr ähnliche wissenschaftliche Profile. Dies ermöglicht eine sehr enge Kooperation zwischen Zürich und Berlin.»

Mit der strategischen Partnerschaft sollen die Bande noch enger geknüpft werden: Angedacht sind weitere Förderinstrumente für gemeinsame Forschungs- und Lehrprojekte, zusätzliche Mobilitätsabkommen, gemeinsame Initiativen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wie Summer Schools sowie Double Degree-Studiengänge oder ein Austausch von Mitarbeitenden der Verwaltung.

Um weitere gemeinsame Initiativen anzustossen, haben UZH und Freie Universität Berlin finanzielle Mittel gesprochen, um die sich Angehörige der beiden Hochschulen bewerben können, um neue Kooperationen zu bilden (vgl. Kasten).

Weitere Abkommen geplant

Die UZH geht mit der Freien Universität Berlin ihre erste strategische Partnerschaft ein. Letztere unterhält bereits fünf entsprechende Abkommen, unter anderem mit Hochschulen in Israel, China und den USA. Auch die UZH ist an weiteren strategischen Partnerschaften interessiert. Entsprechende Gespräche mit Hochschulen in Nordamerika und Asien laufen bereits.

Unterstützung für Projekte

Gleichzeitig mit der Vertragsunterzeichnung zur strategischen Partnerschaft rufen die UZH und die Freie Universität Berlin ein «Joint Seed Money Funding» ins Leben. Damit sollen Kooperationen anschubfinanziert werden – mit maximal 3000 Euro pro Projekt. Beitragsberechtigt sind etwa Workshops, kurze Forschungsaufenthalte, Blockseminare oder Besuche, um gemeinsame Forschungsanträge vorzubereiten – in allen Disziplinen und Fächern.

Die nächsten Eingabefristen für Anträge: 31. Mai und 31. Oktober 2017.

Adrian Ritter ist Redaktor von UZH News.

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