Ranking

Top-Ergebnis für Anatomie und Physiologie

Im aktuellen QS Ranking nach Fachkategorien befindet sich die UZH in vier Fachbereichen unter den top 50 weltweit. Das beste Resultat erzielte die UZH in der neu eingeführten Kategorie «Anatomie und Physiologie», in der sie Platz 20 weltweit erreichte. Johannes Loffing, Leiter des Anatomischen Instituts, und Carsten Wagner vom Physiologischen Institut freuen sich über das Ergebnis.

Kommunikation

Loffing / Wagner
Freuen sich über die sehr guten Resultate beim QS Ranking: Johannes Loffing (links.), Leiter des Anatomischen Instituts, und Carsten Wagner, Professor am Institut für Physiologie.

 

Herr Loffing, Herr Wagner, überrascht es Sie, dass Ihre Fächer so gut abgeschnitten haben?

Johannes Loffing: Wir leisten in den Fächern Anatomie und Physiologie exzellente Arbeit und konnten in den letzten Jahren mit vielen interessanten Forschungsergebnissen aufwarten. Dennoch hätte ich nicht gedacht, dass wir in einem internationalen Ranking so weit vorne landen. Das Ergebnis freut mich sehr.

Carsten Wagner: Dem kann ich mich nur anschliessen. Unsere Arbeit der letzten Jahre findet damit eine breite Anerkennung.

Was waren Ihrer Meinung nach die ausschlaggebenden Faktoren für die hervorragende Platzierung?

Johannes Loffing: Ausschlaggebend ist die Arbeit, die an den Nationalen und den Universitären Forschungsschwerpunkten geleistet wird, sowie die translationale Krebsforschung, an der mehrere klinische Forschungsschwerpunkte beteiligt sind. Solche Netzwerke stärken die Sichtbarkeit und die Reputation – national wie international. Ein weiterer Faktor könnte sein, dass wir uns an der Schnittstelle von Grundlagenwissenschaft und angewandter Wissenschaft bewegen. In der Anatomie wie in der Physiologie werden präklinische und klinische Aspekte stark verknüpft.

Welche herausragenden Leistungen wurden in den letzten Jahren an der UZH im Fach Anatomie erbracht?

Johannes Loffing: Wir haben in den letzten Jahren viele erfolgreiche Forschungsprojekte durchgeführt – so zum Beispiel in der Hirnforschung, der Tumorforschung und in der Nierenforschung. Zu nennen ist auch die Gravitationsforschung, die viel Aufsehen erregte. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass im Fach Anatomie soviel geforscht wird, wie es an der UZH der Fall ist. Vielerorts widmet sich die Anatomie innerhalb der Medizin weniger der Forschung, sondern vorwiegend der Lehre. Deshalb gehen diese Fächer in der Forschungspolitik und in Fördergremien oft vergessen. Umso erfreulicher finde ich, dass das QS Ranking die Anatomie und die Physiologie als Untersuchungskategorie eingeführt hat.

Und worin sehen Sie, Herr Wagner, die  Stärken des Fachs Physiologie an der UZH?

Carsten Wagner: Es kommen mehrere Faktoren zusammen, die zu einer hohen Anerkennung der Forschung unter den internationalen Fachkollegen und einer guten Reputation der Lehre führen: Dazu gehören die Unterstützung durch die UZH für den  den ehemaligen Universitären Forschungsschwerpunkt Humanphysiologie (ZIHP) und den laufenden NCCR Kidney.CH, die Einbindung unserer Forschenden in verschiedene EU-Projekte und eine breite Unterstützung der Forschungstätigkeiten durch den Schweizerischen Nationalfonds. Zudem sind wir  mit der Rekrutierung von neuen Professoren aus dem In- und Ausland sehr erfolgreich.
In der Lehre haben Physiologie und Anatomie eine sehr wichtige Rolle bei der Ausbildung der Humanmedizin-Studierenden. Die Physiologie war führend bei der Etablierung des neuen Bachelor- und Masterstudiengangs Biomedizin. Das Physiologische Institut ist sowohl an der medizinischen Fakultät und der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät verankert und nimmt so eine Brückenfunktion zwischen Grundlagenforschung und klinischer Forschung ein. Diese Brückenkompetenz kommt den Studierenden der Humanmedizin und der Biomedizin zugute.

QS World University Rankings by Subject 2017: UZH verbessert sich in allen Fachbereichsgruppen

Die Universität Zürich UZH hat sich in den aktuellen «QS World University Rankings by Subject» gegenüber dem Vorjahr in allen fünf Fachbereichsgruppen verbessert. Im neu in die Rangliste aufgenommenen Fachbereich Anatomie und Physiologie liegt die UZH auf Rang 20 weltweit, in der Zahnmedizin auf Rang 29. Auch in der Medien- und Kommunikationswissenschaft (40) sowie der Ökonomie und Ökonometrie (49) rangiert die UZH unter den besten 50 Universitäten. Innerhalb der Schweiz ist die UZH in elf Fachbereichen die Nummer eins.

Das nach dem Herausgeber Quacquarelli Symonds benannte Ranking vergleicht die Hochschulen in insgesamt 36 Einzelfächern sowie in fünf Fachbereichsgruppen. Dank der Verbesserungen in allen Gruppen rangiert die UZH nun in vier der fünf Gruppen unter den Top 100 der Welt. In Life Science & Medicine belegt die UZH Platz 43 (50 im Vorjahr), in den Natural Sciences machte sie einen grossen Sprung auf Rang 59 (117). Unter den besten 100 ist sie neu auch in Social Sciences & Management (91) sowie in Arts & Humanities (97). Ebenfalls stark verbessert hat sich die UZH in der fünften Fachbereichsgruppe, Engineering & Technology, wo sie von Rang 228 auf 188 vorrückt.

Bei den Einzelfächern ist die UZH neben den vier Fächern unter den Top 50 in weiteren elf Fächern unter den besten 100 Universitäten der Welt klassiert. Diese Fächer sind Archäologie, Linguistik, Moderne Sprachen, Theologie, Biologie, Medizin, Geographie, Umweltwissenschaften, Mathematik, Physik, Anthropologie. Im Schweizer Vergleich ist die UZH in elf von 36 gemessenen Fächern die Nummer eins, sowie in sieben weiteren Nummer zwei.

Das «QS World University Rankings» bewertet seit 2004 Hochschulen weltweit und ist neben dem THE-Ranking eines der bekanntesten und renommiertesten Hochschulrankings der Welt. Seit 2011 wird zusätzlich jährlich das fächerspezifische «QS World University Rankings by Subject» durchgeführt. Im Gegensatz zum institutionellen Ranking wird hier nicht die Gesamtuniversität bewertet sondern einzelne Fächer. Anhand von vier Indikatoren (Zitationen der wissenschaftlichen Paper, H-Index und Reputationsumfragen bei Wissenschaftlern und Arbeitgebern) werden Top-Listen der einzelnen Fächer erstellt. Je nach Fach unterscheiden sich die Gewichtung der Indikatoren und die Grösse der Top-Liste.

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