Irchelpark

Sanierte Weiher

Die Weiher im Irchelpark sind eine beliebte Erholungszone. Erosion und Fäulnis haben im Laufe der Zeit allerdings ihre Spuren hinterlassen und eine Sanierung nötig gemacht. Die Arbeiten sind jetzt abgeschlossen und der Park ist wieder vollständig der Öffentlichkeit zugänglich.

Jessica Van Wezemael2 Kommentare

Für die Öffentlichkeit wieder vollständig zugänglich: Der Irchelpark mit den frisch sanierten Weihern. (Bild: David Werner)

Der Irchelpark ist beliebt – bei Kindern und Erwachsenen aus dem Quartier ebenso wie bei Studierenden, die den grünen Campus für ihre Lernpausen nutzen. Eine besondere Attraktion des Parks sind die beiden Weiher mit ihrer Vielzahl an Pflanzen und Tieren. Fäulnis und Erosion haben allerdings ihre Spuren hinterlassen: Die Asphaltabdichtungen der Weiher waren an vielen Stellen freigelegt oder gerissen und die Holzstämme im Uferbereich durchgefault – dieser entsprach damit nicht mehr den Sicherheitsstandards.

Die UZH beauftragte deshalb das Kantonale Hochbauamt mit einer Sanierung der Weiher. Die im April 2015 begonnenen Arbeiten sind jetzt abgeschlossen und die Weiher sind wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Der Uferbereich wurde ökologisch aufgewertet. Zusätzliche Wasserpflanzen in den beiden Weihern sollen eine noch grössere Vielfalt an Tierarten anziehen. Ebenfalls komplett saniert wurde der Spielplatz in der Nähe der Weiher. «Wir freuen uns, mit dem Irchelpark zur Qualität des öffentlichen Stadtraums in Zürich beitragen zu können», sagt Stefan Schnyder, Direktor Finanzen, Personal und Infrastruktur.

Irchelpark

Der Irchelpark wurde 1983 bis 1986 nach dem Ideal der Umweltbewegung der 1970er-Jahre errichtet. Er ist eine Mischung aus Wiesen, Wald und Auenlandschaft. Der Park versteht sich als Fortsetzung des Zürichbergwaldes in das Stadtgebiet hinein. Als Ikone der Naturgartenbewegung wurde der Irchelpark bewusst ‹unfertig› gestaltet. Die Natur soll ihn erobern und weitergestalten.

Jessica Van Wezemael ist Leiterin Kommunikation des Projektes «Stadtuniversität UZH».

2 Leserkommentare

Jessica Van Wezemael schrieb am Artenvielfalt nicht gefährdet Sehr geehrter Herr Deutschmann, gerne informiere ich Sie über die Hintergründe der durchgeführten Weihersanierung. Der bestehende Weiher war bereits mit einem Dichtungsasphalt abgedichtet, welcher der unsteten Weihergeometrie und dem hohen Grundwasserspiegel Rechnung trägt. Wegen diesen beiden Rahmenbedingungen kommen alternative Abdichtungen wie Lehm, Teichfolien oder Beton nicht in Frage, denn sie können nicht mit der gleichen Qualität von Dichtigkeit an den bestehenden Asphalt angeschlossen werden. Sie können daher die Dichtung des Teiches nicht gleichermassen gewährleisten. Die Asphaltabdichtung birgt für die pflanzliche und tierische Artenvielfalt aber keine Gefahr, weil der Asphalt keine Verunreinigung mit sich bringt, die sich im Wasser löst. Zum Schutz des Grundwassers wurden zudem die Aushub- und Abbrucharbeiten nicht zu tief ausgeführt. Der Weiher wurde ursprünglich als Kunstobjekt gedacht und nicht als Biotop. Die Schächte und Bauwerke der Parkanlage machen bereits vor der Sanierung allgemein einen gut unterhaltenen Eindruck und waren in grundsätzlich annehmbarem bis gutem Zustand. Dasselbe gilt für die biologische Beurteilung des Weihers als Ökosystem. Die Artenvielfalt ist zwar eingeschränkt, doch liegt dies an den strukturellen Merkmalen des Gewässers, d.h. an seiner abgedichteten Gewässersohle bis an den Gewässerrand und an seiner eher geringen Tiefe.
Frank Deutschmann schrieb am Umweltschutz? Hallo zusammen, ich find`s immer super wenn man was für die Umwelt macht, auch wenn ein paar Millionen investiert werden. Was ich nicht verstehen kann ist eine Asphaltabdichtung für ein Biotop. Das heisst - wir nehmen eine Bitumenmasse, befestigen damit das Ufer, überziehen es mit Kies und dann wird gehofft das die Inhaltsstoffe dieses Gemisches mehr Tiere anziehen wie umbringen? Ist das der Umweltschutz der heutigen Zeit?

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