Robotik-Wettbewerb

Erster Preis für Zürcher Flugroboter

Drei Doktorierende der UZH haben den mit 20'000 Euro dotierten «KUKA Innovation Award» erhalten. Die Aufgabe der Forschungsgruppe bestand darin, einen Bodenroboter mit einem fliegenden Roboter abzustimmen, der die Übersicht behält. 

Marita Fuchs

Strahlende Gewinner: Matthias Faessler, Flavio Fontana und Elias Mueggler (v.l.n.r.) erhielten heute den mit 20'000 Euro datierten «Kuka Award». (Bild: zVg.)

Roboter, die Leben retten: Wissenschaftler arbeiten seit einiger Zeit an dieser Vision. So auch die Forschungsgruppe von UZH-Professor Davide Scaramuzza. Das Team entwickelt Flugroboter, so genannte Quadrocopter. In schwierigem Gelände, das für menschliche Rettungskräfte unzugänglich und zu gefährlich ist, sollen diese Roboter in Zukunft das Terrain auskundschaften und Verletzte orten. Das könnte vor allem bei Erdbeben oder Verschüttungen wichtig werden. Doch nicht nur Forscher der UZH, auch andere Teams arbeiten weltweit an der Entwicklung maschineller Hightech-Gesellen.

In einem Wettbewerb massen sich diese Woche dreissig Forschungsteams. Der Wettbewerb fand im Rahmen der Münchner «Automatica», der internationalen Messe für Robotik und Automation, statt. Das Zürcher Team, bestehend aus den drei PhD-Studenten Flavio Fontana, Matthias Faessler und Elias Mueggler, führte die Zusammenarbeit eines fliegenden Quadrocopters mit einem am Boden fahrenden «KUKA youBot» vor. Dabei fliegt der mit einer Kamera ausgestattete Quadrocopter autonom ein bestimmtes Gebiet ab, erstellt eine Karte und übermittelt die dabei gewonnenen Informationen dem am Boden fahrenden und arbeitenden «youBot». Die beiden Roboter kommunizieren also ständig miteinander.

Die Forschungsgruppe aus Zürich gewann den Wettbewerb. Sie überzeugte die international zusammengesetzte Jury mit der Applikation «Removing Obstacles in the Way: Teams of Flying and Ground Robots for Search-and-Rescue Missions» und erhielt den mit 20’000 Euro dotierten «KUKA Innovation Award». Mitglied der Jury war Professor Oussama Khatib, Leiter des Artificial Intelligence Laboratory an der Stanford University. Die Preisverleihung fand heute in München statt. Projektleiter Davide Scaramuzza freut sich über die Auszeichnung: «Eine weitere Bestätigung auf unseren Weg zu Entwicklung neuer Roboter», sagt er.

Die Firma KUKA verleiht den Preis, um den Technologietransfer aus der Forschung in die Industrie zu fördern.

Marita Fuchs, Redaktorin UZH News.

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