Schweizerischer Nationalfonds

«Die Botschaft scheint angekommen zu sein»

Daniel Friedrichs, PhD-Kandidat im Bereich Phonetik/Neuropsychologie, setzt sich für selbständige Projektanträge von Forschenden auf Doktorats- und Postdoktorratsstufe ein.  

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Daniel Friedrichs: «Verständliche Forderung nach dem Breitbandantibiotikum Geld.» (Bild: zVg)

«Mein PhD-Projekt beginnt im September diesen Jahres und ich bemühe mich derzeit um den Forschungskredit «Candoc» zur Finanzierung dieses Vorhabens. Sollte dies nicht klappen, wird mein Professor einen Projektantrag beim SNF einreichen. Es war mir wichtig, die Hintergründe hierzu genauer kennenzulernen. Ausserdem wollte ich mich über die Möglichkeiten und Tendenzen im Bereich der Personenförderung beim SNF informieren. Diese wurde ja zugunsten der Projektförderung zurückgefahren. Es war mir daher ein persönliches Anliegen, die Forderung nach selbständigen Projektanträgen von Forschenden auf Doktorats- und Postdoktorrats- stufe zu unterstützen.

Herausfinden, wo der Schuh drückt

Es ist lobenswert, dass der Schweizerische Nationalfonds anlässlich seines 60-Jahr-Jubiläums auf ein Galadinner verzichtete und stattdessen eine Jubiläumsveranstaltung organisierte, bei der die Anliegen des Forschungsnachwuchses in den Mittelpunkt gestellt wurden. Forschende und Politiker sowie Vertreter von Hochschulen und SNF konnten in den direkten Dialog treten und herausfinden, wo der Schuh derzeit wirklich drückt.

Selbstständige Projektanträge von Forschenden auf Doktorats- und Postdoktorratsstufe, die Vereinbarkeit von Forschung und Familie, die Mobilität während der Dissertationsphase oder die mancherorts noch immer unzureichenden Befugnisse von SNF-Förderungsprofessuren waren nur einige der Diskussionspunkte neben der verständlichen Forderung nach dem Breitbandantibiotikum Geld.

Die Botschaft scheint bei den Entscheidungsträgern angekommen zu sein. Verständnis wurde signalisiert. Es bleibt jetzt zu wünschen übrig, dass die Anliegen Berücksichtigung finden, damit der eh schon schwierige Weg der Forschenden zumindest von einigen Stolpersteinen befreit wird.»

Daniel Friedrichs, PhD-Kandidat für ein Projekt in Phonetik und Neuropsychologie.

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