Wissenschaft und Transparenz

Universität Zürich für Open Access- Strategie ausgezeichnet

Zusammen mit der «Harvard University» und der «Chinese Academy of Science» erhält die Universität Zürich den diesjährigen Preis als «BioMed Central’s Open Access Institute of the Year».

Roland Gysin1 Kommentar

Der Preis «Open Access Institute of the Year» wird verliehen vom englischen Open Access-Verleger «BioMed Central».

Die Universität Zürich wird besonders gewürdigt für ihre Open Access-Strategie und die frei zugängliche Publikations-Datenbank ZORA («Zurich Open Repository and Archive»). Gemeinsame Betreiber sind die Hauptbibliothek und die Informatikdienste der Universität Zürich.

Ingeborg Zimmermann, Open-Access-Projektleiterin an der Hauptbibliothek Universität Zürich, bei der «BioMed Central»-Preisverleihung in London. (Bild: BioMed Central)

Seit 2008 sind alle Forschenden der Universität Zürich verpflichtet, ihre wissenschaftlichen Arbeiten in ZORA öffentlich zugänglich zu machen, sofern keine rechtlichen Hindernisse entgegenstehen. Zurzeit umfasst ZORA gemäss Christian Fuhrer, Koordinator Open Access der Universität Zürich, 23’494 Einträge.

Darüber hinaus ermuntert die Universität die Forschenden ihre wissenschaftlichen Arbeiten in Open Access-Journals zu veröffentlichen, «wo immer solche vorhanden sind». Bei «BioMed Central» umfasst die Liste der frei zugänglichen wissenschaftlichen Zeitschriften aktuell 207 Titel.

Weiter ausschlaggebend für den Preis von «BioMed Central» war die universitäre Informationspolitik. Forschende werden regelmässig über die Vorteile von «Open Access» informiert: via eine einfach und klar aufgebaute Website, inklusive Video, das Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit Funktion und Nutzen von Open Access vor Augen führt.

Neben der Universität Zürich stehen die «Harvard University» und die «Chinese Academy of Science» zuoberst auf dem Podest.

Der Preis «Open Access Institute of the Year» wurde dieses Jahr zum zweiten Mal verliehen.

1 Leserkommentar

Sebastian Stoffel schrieb am Unterstützung durch Publizierende Die Anstregungen, die die Universität Zürich mit ZORA im Bereich von Open Access unternimmt, sind sehr lobenswert. Leider wird das System durch die publizierenden Forschern – zumindest in gewissen Disziplinen – zu wenig bis garnicht unterstützt. Meines Erachtens müssten sämtliche Ergebnisse öffentlich finanzierter Forschung bedingungslos offen zugänglich sein. Die Universität ist es ihrer Trägerschaft – der Bevölkerung des Kantons Zürich – schuldig, ihre Leistungen nicht nur in kostenpflichtigen Fachdatenbanken zu verstecken, sondern für alle zugänglich zu machen.

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